Staatsforsten Still und idyllisch liegt er da. Der Bunker im Ortsteil Staatsforsten am Garreler Weg. Eingebettet in ein geschichtsträchtiges Umfeld mit ehemaligem Flugplatz, dem Bahnhof der Museumseisenbahn, dem Dorfkreuzes und einem vor gut einer Woche enthülltem Gedenkstein für die Opfer eines Flugzeugabsturzes im Jahr 1944 (die NWZ  berichtete).

Diese Enthüllung sowie der neu gewählte Stadtrat, der im November erstmalig zusammen kommt, geben nun einer Bürgerinitiative Aufwind. Mit einer Petition will die Arbeitsgruppe beziehungsweise die Bunkerfreunde Staatsforten erreichen, dass der Bunker nicht, wie vom Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt beschlossen, mitsamt eines Baugrundstück an einen privaten Eigentümer veräußert wird.

Vielmehr sollen die 300 Quadratmeter Bunker in öffentlicher Hand bleiben. Die sechszehn Mitglieder erklären sich bereit, das Grundstück sowie die Bunkeranlage zu pflegen. Mit diesem Vorschlag wollen sie verhindern, dass ein privater Eigentümer das insgesamt 900 Quadratmeter große Grundstück erwirbt und die anschaulichen Kriegsüberreste nicht mehr hinreichend öffentlich zugänglich sind.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Der Bunker ist so gut erhalten und erschlossen, wie kaum ein Kriegsdenkmal in der Region“, erläutert Franz-Josef Wilken. „Wir möchten die Luftschutzröhre in Staatsforsten als Mahnmal erhalten, um an die schlechten Zeiten und die Kriege zu erinnern“, ergänzt Marlies Schräder-Nüssmann. Ideen hat die Gruppe der Bunkerfreunde viele, beispielsweise eine Gedenktafel oder Schaukästen. Bevor aber etwas geplant werden kann, muss sichergestellt sein, dass der Bunker nicht an einen Häuslebauer am Garreler Weg verkauft wird.

„Die Zeit läuft und wir hängen in der Luft“, meint Klaus Lübbehüsen. Der Verkauf der Grundstücke im neuen Baugebiet würde voranschreiten und bis zur konstituierenden Sitzung im November könnte keine Entscheidung fallen. „Wir wollen über die Entscheidung des VA diskutieren“, so der Wunsch der Bunkerfreunde.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.