Diesel-Vergleich – VW und Verbraucherschützer  einigen sich doch
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Diesel-Vergleich – VW und Verbraucherschützer einigen sich doch

Heinfelde Bösel, Harkebrügge und jetzt Heinfelde – überall dort, wo Windparks geplant und gebaut werden, regt sich heftiger Widerstand. Anwohner aus Heinfelde und Osterscheps haben sich zusammengeschlossen, um gegen die Realisierung der Windparkpläne der Stadt Friesoythe vorzugehen.

Grundsätzlich sei man nicht gegen Windenergieanlagen, teilten Samira Oltmer, Petra Kähne, Andre Büsing und Bernd Brunßen von der Bürgerinitiative Windpark Ahrensdorf/Heinfelde am Donnerstag in einem gemeinsamen Schreiben mit, aber „da, wo sie einen Abstand zur Wohnbebauung von 2000 Metern unterschreiten und keinen nennenswerten Beitrag zur Energiewende leisten können, halten wir solche Windparks für nicht sinnvoll“.

Die Spar- und Darlehnskasse Friesoythe und die Volksbank Oldenburg möchten – wie bereits berichtet – auf Friesoyther Stadtgebiet östlich von Heinfelde einen Bürgerwindpark errichten. Konkret ist die Errichtung von sechs Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils drei Megawatt und einer Gesamthöhe von jeweils rund 193 Meter vorgesehen. Für das Projekt wurde eigens die Geno-Bürgerwindpark GmbH gegründet. Die beiden Genossenschaftsbanken haben sich im Bereich zwischen dem Küstenkanal und der Grenze zum Ammerland ein 61 Hektar großes Areal gesichert.

Mitte Mai 2014 stimmte der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Friesoythe einem Entwurf zur Aufstellung des Bebauungsplans „Windpark Ahrensdorf/Heinfelde“ zu. Damit wurde das Verfahren inklusive einer Bürgerbeteiligung gestartet. Der gleiche Ausschuss wird sich auf der nächsten Sitzung am 24. September mit dem Auslegungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 216 „Windpark Ahrensdorf/Heinfelde“ der Stadt Friesoythe mit örtlichen Bauvorschriften beschäftigen.

„Wir befürchten erhebliche Beeinträchtigungen im Hinblick auf optisch erdrückende Wirkung, Schall, Infraschall, Lärm sowie Schlagschatten- und Eiswurf. Weiterhin haben wir Sorge hinsichtlich eines Wertverlustes unserer Immobilien und beanstanden die Abstände des geplanten Windparks zu den Wohnhäusern“, heißt es in der Mitteilung der Bürgerinitiative. Zudem habe ein faunistisches Gutachten 30 als gefährdet oder als geschützt eingestufte Brutvogelarten im Untersuchungsgebiet nachgewiesen. Darüber hinaus verweist die Initiative auf die „bereits bestehenden Belastungen“ durch die Windparks Scharrel, Hübscher Berg (Scheps) und Bösel (Kündelmoor) sowie den in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Energiepark Heinfelde.

Weiter habe die Initiative festgestellt, dass „die Friesoyther Verantwortlichen die Windparkplanungen der eigenen Kommune befürworten, zügig vorantreiben und einer Sachdiskussion mit uns aus dem Wege gehen, während Friesoyther Ratsvertreter an anderer Stelle sich vehement gegen Windparkpläne einsetzen“. So sei Ratsherr Hans Meyer laut Initiative bei einem Treffen einer Bürgerinitiative gegen andere Windparks als Berater aufgetreten und habe sich gegen Windparkpläne ausgesprochen. „Dieses Verhalten empfinden wir als zynisch und doppelzüngig.“

Und weiter heißt es: „Besonders empört uns die unterschiedliche Behandlung von Windparkanwohnern durch die Stadt Friesoythe. In Bezug auf die Windparkpläne ,Kündelmoor’ der Nachbargemeinde Bösel wurden von Friesoyther Seite Bedenken geäußert.“ Unter anderem seien größere Abstände zur Wohnbebauung gefordert worden. „Bei den eigenen Planungen zum möglichen Windpark Ahrensdorf/Heinfelde hingegen ist von diesem eingeforderten Schutz für die Menschen nichts mehr zu hören.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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