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Bösel Anzug und Krawatte, darunter Schweißperlen, die an der Stirn und an den Beinen herunterlaufen: Rekordtemperaturen im Hitzesommer und seine Auswirkungen. Da wird es Zeit, sich locker zu machen.

Krawatte oder nicht?

In der Volksbank Bösel machen das die Mitarbeiter schon seit längerer Zeit: „Wir haben vor Kurzem die Krawattenpflicht aufgehoben“, sagt Jennifer Michels von der Volksbank. Das hängt aber nicht mit der Hitze zusammen, sondern ist dem allgemeinen Zeitgeist geschuldet. „Bei den Kunden kommt das gut an“, berichtet Michels.

Kurze Hosen in der Bank sind allerdings weiterhin tabu. In den klimatisierten Räumen der Volksbank sei das Arbeiten allerdings „relativ angenehm“, schildert Michels die Situation.

Auf „Business Casual“ setzt auch die LzO: Die männlichen Mitarbeiter in der Böseler Filiale können ohne Krawatte zur Arbeit erscheinen, berichtet Pressesprecher Andreas Renken. Diese Entscheidung sei getroffen worden, um die mögliche optische Distanz zu Kunden abzubauen, so Renken. Der Hitze können die Mitarbeiter dadurch begegnen, dass sie etwa von den ausgedehnten Möglichkeiten der Gleitzeitregelungen Gebrauch machen – „sofern die Dienstbereitschaft gewährleistet ist“.

Angenehmes Arbeiten trotz der hohen Temperaturen – im Böseler Rathaus kein Problem, betont Bürgermeister Hermann Block. Denn sämtliche Räume seien klimatisiert. Gerade zuletzt seien das Trauzimmer und der Ratssaal mit Klimaanlagen nachgerüstet worden. „Hitzefrei wie in Lingen gibt es bei uns nicht“, sagt Block, der bei 23 Grad in seinem Büro „kühlen Kopf“ bewahren kann. Zudem bietet auch die Gemeinde Gleitzeitregelungen an, von denen die Mitarbeiter Gebrauch machen können.

Ähnlich sieht es bei den Mitarbeitern auf dem Bauhof aus: Hier sei den Mitarbeitern freigestellt worden, bereits um sechs Uhr mit der Arbeit zu beginnen.

Viel Trinken wichtig

Der Böseler Apotheker Bernd Roder rät angesichts der Temperaturen dazu, viel zu trinken, mehr als die üblichen zwei Liter pro Tag sollten es sein. Neben Mineralwasser oder Leitungswasser können auch ungesüßte Tees getrunken werden. So erhält der Körper die Mineralien zurück, die er ausgeschwitzt hat.

Kopfbedeckung gegen die direkte Sonneneinstrahlung oder möglicherweise ein nasses Tuch auf den Kopf legen, rät Roder denjenigen, denen die Hitze zu schaffen macht. „Bewegte Luft“ sorge zudem dafür, dass die Haut abkühlen könne. Zu besonderer Vorsicht rät Roder bei Säuglingen oder Kleinkindern: Bei ihnen sei die Fähigkeit des Körpers zur Regulierung des eigenen Temperaturhaushalts noch nicht so gut ausgeprägt. Auch bei ihnen gelte: ausreichend trinken.

Eine Mühsal sind diese hohen Temperaturen auch für viele Hunde. Das Gassigehen auf Asphaltwegen sollte derzeit lieber ausfallen, denn der Asphalt heizt sich auf: „Die Vierbeiner verbrennen sich die Pfoten“, weiß Bernd Roder. „Die Hunde laufen ihren Herrchen brav hinterher, selbst wenn es weh gut.“

Hunde haben im Gegensatz zu Menschen keine Schweißbildung. Sie kühlen ihren Körper über das Hecheln. Für ausreichend Flüssigkeit sollten deshalb Herrchen ebenfalls sorgen. Ein Wasserbecken kann ebenfalls für Abkühlung sorgen.

Die gute Nachricht für alle, die unter der Hitze leiden: Die Hitzewelle soll im Laufe der kommenden Woche deutlich abebben, kühlere Temperaturen bringen eine Verschnaufpause.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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