Bösel /Tschernobyl Ende April jährt sich die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zum 33. Mal. Am 26. April 1986 trat in dem ukrainischen Atomkraftwerk der GAU ein, der „größte anzunehmende Unfall“. In Block 4 des Kraftwerks kam es zu einer vollständigen Kernschmelze. Es kam zu Explosionen, in deren Folge radioaktives Material in die Luft gestoßen wurde. Zwar ist die Gegend im Norden der Ukraine an der Grenze zu Weißrussland relativ dünn besiedelt. 330 000 Menschen wurden evakuiert, allerdings viel zu spät. Eine radioaktive Wolke zog tausende Kilometer weit. Bis heute umschließt die Region eine 4300 Quadratmeter große Sperrzone. Tausende Menschen starben an den Folgen der Katastrophe.

Seit vielen Jahren unternimmt der Arbeitskreis „Hilfe für Tschernobyl-Kinder im Landkreis Cloppenburg“ humanitäre Hilfstransporte in das noch immer atomverseuchte Gebiet. Am kommenden Samstag brechen die Ehrenamtlichen nun zum 24. Mal dahin auf.

Nach dem Reisesegen gegen 7 Uhr, den Pfarrer Stefan Jasper-Bruns spenden will, machen sich Helfer auf den über 2000 Kilometer langen Weg. Zielort ist Retschiza, Luftlinie rund 1500 Kilometer entfernt, sowie mehrere kleinere Orte unweit des nuklearen Sperrgebiets. Mit zwei Wohnmobilen sind Andreas Meister, Benjamin Dirks, Martin Pille, Johannes Olliges, Franz Niemöller und Ludwig Wreesmann dabei. Die beiden Lkw von der Spedition Lübbe und dem Landhandel Ralf Meyer aus Bösel werden von Ralf Meyer, Frank Schwalm, Jörg Lübbe und Ludger Meiners gefahren.

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Rund 2400 Pakete sind dann als Ladung dabei. Sie werden das ganze Jahr über Montag für Montag von vielen fleißigen Helferinnen unter der Leitung von Hubert Theilmann an der Fladderburger Straße in den Lagerräumen bei Brüggemann/Brunnberg gepackt. Dazu gehören Kleidung, Kinderkleidung, Bettzeug, Schuhe, Brillen, Hörgeräte, orthopädische Hilfsmittel, Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen, die hauptsächlich vom Orthopädiebetrieb Ziemba in Westerstede kostenlos repariert und zur Verfügung gestellt wurden. Lebensmittel wie Reis, Mehl, Nudeln, Fleisch, Wurst und Käse werden vor Ort in Retschiza gekauft und von Haus zu Haus in den Dörfern des Verstrahlungsgebietes verteilt.

In den Dörfern ist die Not am größten. Die Krankheitsraten sind nach dem Atomunglück hoch. Auch die Arbeitslosigkeit ist hoch, die Renten sind niedrig. Viele junge Leute verlassen das Land, die Älteren werden alleine gelassen und vereinsamen.

Vor Ort arbeiten die Helfer zusammen mit dem dortigen Internationalen Roten Kreuz in Retschiza und Gomel. Der Arbeitskreis ist auf Spenden angewiesen und erhält keinerlei staatliche Förderung (Volksbank Bösel BIC: GENODEF1BSL, IBAN: DE 05 2806 2913 0010 2725 00). Spendenbescheinigungen können ausgestellt werden. Spender können aber auch eine konkrete Patenschaft übernehmen.

Am Freitag, 12. April, werden die Helfer in Bösel zurückerwartet.

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