Bösel Seitdem der Hof Hempen im Projekt „Transparente Landwirtschaft“ mitwirkt, bekommt Landwirtin Sabine Hempen Besuch von verschiedensten interessierten Gruppen. „So hohen Besuch hatten wir noch nicht hier“, muss sie allerdings zugeben, als sie den Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt im Besucherzentrum auf dem Hof begrüßt.

Das Besucherzentrum ist im Rahmen des Projektes „Transparente Landwirtschaft“ der Goldschmaus-Gruppe aus Garrel entstanden. Dieses hatte am Freitagnachmittag Projektleiter Ralf Martens dem Bundeslandwirtschaftsminister und weiteren Gästen aus Politik und Landwirtschaft präsentiert. Anschließend war noch Zeit zur Diskussion für Themen, die die Schweinehalter bedrücken wie der Umgang mit der afrikanischen Schweinepest oder dem neuen Gesetz zum Verzicht auf die betäubungslose Ferkelkastration.

Im Landkreis Cloppenburg beteiligen sich an der Initiative „Transparente Landwirtschaft“ insgesamt drei Höfe. Ihren Hof hat Landwirtin Sabine Hempen innerhalb der Präsentation einmal vorgestellt. Die Familie bewirtschaftet eine Sauenhaltung und Ferkelaufzuchtstation: 336 Sauen, etwa 15 000 Ferkel und noch ein Maststall befinden sich auf dem Hof.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Besuchern werden sowohl Tierhaltung also auch Produktionsabläufe näher gebracht. Woraus besteht das Futter? Was ist der Kastenstand? Ralf Martens erklärt, warum: „Von vielen Aspekten der Tierhaltung hat der Verbraucher keine Ahnung. Wir sind kein Streichelzoo, sondern stellen die Arbeit in einem konventionell arbeitendem Betrieb vor.“ Diese Offenheit komme bei den Besuchern gut an. „Die Leute zeigen Verständnis, sogar für kritische Themen wie der Ferkelkastration oder der künstlichen Befruchtung von Sauen.“

Das Projekt hat einen Nerv beim Bundeslandwirtschaftminister getroffen: „Das ist eine super Sache. Wir brauchen mehr Transparenz. Ihr Weg dahin ist beeindruckend.“ Die Professionalität in der Umsetzung des Projektes hat den Minister sichtlich beeindruckt und er denkt sogleich weiter: „Was können wir tun, um solche Programme zu fördern? Wie können wir das vervielfältigen?“, fragt er zur Diskussion in die Runde. Information und Transparenz sollen wachsen, darüber herrschte Einigkeit. Erwartet wird aber auch mehr Unterstützung durch die Politik.

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.