Bösel Bei drei Gegenstimmen hat der Gemeinderat die finanzielle Beteiligung der Gemeinde am Rufbussystem auf den Weg gebracht. Matthias Preuth (Bündnis Bösel), Holger Brunnberg (Bündnis Bösel) und Peter Möhlmann (CDU) sprachen sich gegen die Einführung aus.

Trotz der großen Mehrheit gab es aber auch Kritik: Bürgermeister Hermann Block betonte, die Zuständigkeit für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) liege klar auf Seiten des Landkreises. Die Gemeinden hätten zu einem Zeitpunkt ihre finanzielle Beteiligung zugesichert, zu dem eine gute Finanzlage des Landkreises noch nicht absehbar gewesen sei. Die Gemeinde soll sich mit 36 000 Euro pro Jahr beteiligen.

Weitere Mängel sieht der Verwaltungschef darin, dass Personen mit eingeschränkter Mobilität irgendwie zu den Haltestellen kommen müssten. Nachbesserungen forderte er bei der Anbindung nach Oldenburg, die zwar jetzt gegeben, aber umständlich sei. Eine bislang nicht berücksichtigte Bedarfshaltestelle soll zudem beim Ärztehaus an der Straße Am Kirchplatz 20 eingerichtet werden.

Matthias Preuth begründete seine Ablehnung mit dem Hinweis, der Landkreis habe nicht einmal die Schülerbeförderung im Griff. Der zweite Schritt werde vor dem ersten getan. „Bauchschmerzen“ hatte auch Ludger Beeken (CDU) bei seiner Zustimmung. Man solle dem Projekt aber eine Chance geben. Auch Bernd Roder (Bündnis Bösel) fand es „wichtig, das auszuprobieren“.

Heiko Thoben (CDU) sagte, nicht der finanzielle Betrag, den die Gemeinde zuschieße, sei entscheidend, sondern die Tatsache, dass Böseler, die außerhalb wohnen, nach Bösel und weiter kommen. Nach zwei Jahren könne Bilanz gezogen werden. Peter Möhlmann (CDU) hätte sich ein System mit Beteiligung der Taxiunternehmen aus dem Landkreis Cloppenburg gewünscht. Dadurch wären die Unternehmen im Kreis unterstützt worden, es wäre günstiger und umweltschonender gewesen, nur auf Bestellung zu fahren. Heinrich Müller (Bündnis Bösel) warnte davor, das System schon vor dem Start „kaputtzureden“.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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