+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 30 Minuten.

Unfall In Richtung Hamburg
Zwei Autos und ein Laster blockieren A1 bei Stuhr

Bösel /Cloppenburg /Friesoythe Das Coronavirus (2019-nCoV), das derzeit vor allem in einige Städten Chinas um sich greift, hat Niedersachsen erreicht. Eine nachgewiesene Infektion mit dem Coronavirus gibt es in Niedersachsen bislang nicht, allerdings werden nach Angaben des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes derzeit mehrere Verdachtsfälle überprüft. Die Menschen jedenfalls auch in Bösel und im Nordkreis bereiten sich auf einen möglichen Ernstfall vor, weiß Susanne Schröder, Inhaberin der Rosen-Apotheke in Bösel.

Dort nämlich ist derzeit kein Mundschutz mehr erhältlich. „Wir sind ausverkauft.“ Erst am Dienstag hatte die Apotheke die letzten Pakete verkauft. Neue Lieferungen seien derzeit nicht zu bekommen. Ein größeres Thema in den Gesprächen mit den Kunden sei allerdings die allgemeine Grippewelle. Auch die Angestellten selbst schützen sich nicht mit einem Mundschutz.

Auch in der Neuen Apotheke ist kein Mundschutz mehr zu bekommen. Dienstagmittag war das letzte Paket über den Ladentisch gegangen. „Nachschub ist nicht zu bekommen“, sagt Apotheken-Inhaber Bernd Roder. Das Coronavirus sei bei den Kunden ein größeres Thema. Das Tückische daran sei die Inkubationszeit: Von der Ansteckung bis zum Ausbruch vergehen bis zu 14 Tage. Roder und Susanne Schröder betonen aber deutlich, es bestehe kein Anlass zur Panik. Denn in den meisten Fällen verlaufe die Erkrankung vergleichsweise mild.

Ein Verdachtsfall besteht, wenn, so definiert es das Robert-Koch-Institut, der Patient unter einer akuten Infektion der unteren Atemwege leidet und in den vergangenen 14 Tagen vor Beginn der Erkrankung in einem der Risikogebiete in China war. Alternativ reicht es aber auch schon aus als Verdachtsfall zu gelten, wenn Kontakt zu einem Erkrankten mit einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion bestand und man selbst unter Symptomen wie Husten leidet. In diesem Fall werden entweder vom behandelnden Arzt oder von den Mitarbeitern des Gesundheitsamts Proben genommen und ans Robert-Koch-Institut geschickt. Je nach Ergebnis wird entsprechend gehandelt.

Die Kreisverwaltung steht im ständigen Austausch mit dem Robert-Koch-Institut. Mediziner im Landkreis wurden sensibilisiert und werden in den kommenden Tagen noch umfassender informiert. Von der Kreisverwaltung ist eine umfassende Besprechung mit Vertretern von Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Katastrophenschutz, Kassenärztlicher Vereinigung und weiteren Interessensgruppen angesetzt worden. Darin wird über aktuelle Entwicklungen und den Umgang mit dem Virus aufgeklärt. Nicht zuletzt wegen des Corona-Verdachtsfalls in Friesoythe am Mittwoch vergangener Woche, der sich nicht bestätigte, sorgt das Gesundheitsamt für umfassende Aufklärung zu diesem Thema.

NWZonline.de/gesundheit
Alles zum Thema Gesundheit finden Sie hier!

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.