Bösel „Wir bleiben unter der politischen Zielmarke von 100 Euro“, sagte Bürgermeister Hermann Block. Gemeint sind die Verkaufspreise für die Baugrundstücke im neuen Gebiet „Südlich der Jägerstraße“. Der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt, Planung, Bau und Verkehr hat sich am Montagabend mit den Vergabe- und Verkaufsbedingungen für die Grundstücke in dem Gebiet befasst.

Demnach gehen 93 Grundstücke zum Preis von 92 Euro pro Quadratmeter in der Kategorie I in den Verkauf. In der Kategorie II – auch für den Mietwohnungsbau – kosten die acht Grundstücke 135 Euro pro Quadratmeter. Die Grundstücke befinden sich in erster Reihe der Jägerstraße in nord-östlicher Richtung hin zur Straße Am Wald. Die sieben Grundstücke der Kategorie III kosten 87 Euro und liegen entlang der Jägerstraße in süd-westlicher Richtung.

Die Grundstücke sind voll erschlossen, Nachzahlungen nach der Fertigstellung der Erschließung kommen entsprechend auf die Bauherren nicht zu. Alleine die Erschließung koste rund 56 Euro pro Quadratmeter, machte Bürgermeister Block in der Ausschusssitzung deutlich. Dazu zähle auch die äußere Erschließung des Heidewegs, der auch beleuchtet werden soll, sowie der Anbindung an die Jägerstraße mit einer Abbiegespur und einer Druckampel. All diese Kosten seien über die Grundstücke zu refinanzieren.

Zu tragen haben die Bauherren zudem den Kanalbaubeitrag an den OOWV in Höhe von rund 7,60 Euro pro Quadratmeter.

Im Rathaus konnten sich Interessenten bereits für Baugrundstücke vormerken lassen. Nach dem noch ausstehenden Ratsbeschluss werden sie informiert und können – entsprechend der Reihenfolge des Antragseingangs – eine Reservierung eines Baugrundstücks vornehmen. 90 Interessenten für Einfamilienhäuser und 30 für die Mietwohnbaugrundstücke hatten sich bereits eintragen lassen, informierte die Gemeindeverwaltung.

Soziale Auswahlkriterien werden dabei nicht berücksichtigt. Wer in den vergangenen 15 Jahren bereits ein Wohnbaugrundstück von der Gemeinde gekauft hatte, soll erst ab dem 1. Januar 2021 die Möglichkeit bekommen, ein Grundstück zu reservieren.

Die Mietwohnbaugrundstücke sollen durch eine Vergabekommission erfolgen. Innerhalb von zwei Jahren muss gebaut werden. Die Käufer verpflichten sich, die Häuser selbst zu bewohnen. Sollte gegen diese Bedingungen verstoßen werden, ist eine Nachzahlung von 25 000 Euro fällig. Der Selbstbezug gilt nicht bei den Mietwohnbaugrundstücken.

Auch hier soll als Familienförderung ein Zuschuss in Höhe von 2000 Euro für das erste Kind und 4000 Euro für das zweite Kind, maximal 6000 Euro, gewährt werden. Die Zuschüsse werden bis fünf Jahre nach Einzug gewährt.

Ausschussvorsitzender Josef Bünger begrüßte die einstimmige Entscheidung und lobte die Grünflächenplanung: das Verbot von Schottergärten und die Festlegung, dass lediglich 30 Prozent der Fläche bebaut werden dürfen.

Auch mit Straßennamen im neuen Baugebiet hat sich der Ausschuss befasst: Auf Vorschlag der Verwaltung – getragen auch von der Ausschussmehrheit – sollen die Namen Seeadlerstraße, Habichtstraße, Fischadlerstraße und Steinadlerstraße vergeben werden. Diese Vorschläge stießen jedoch bei Matthias Preuth, Bernd Roder und Holger Meister vom Bündnis Bösel auf Ablehnung: Roder argumentierte, für den Rettungsdienst sei die Namensgebung zu unübersichtlich.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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