GARREL Ein Garreler Bürger befürchtet, dass bei dem Bebauungsplan „Tierhaltung“ mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Der Bürgermeister verweist auf die heutige Ratssitzung.

Von Peter Linkert GARREL - Der Bebauungsplan „Tierhaltung“ in Garrel stößt auf harsche Kritik. Nach Angaben von Reinhold Schewe gibt es Ungereimtheiten bei der Behandlung von Resthöfen.

Schewe ist Nachbar eines solchen Hofs an der Amerikastraße in Garrel. Nach seiner Kenntnis sieht der Bebauungsplan vor, dort wieder Tierhaltung zu genehmigen. Ein Einzelfall, wie er sagt.

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Schewe macht keinen Hehl daraus, dass es ihm auch um den Wert seiner Immobilie und die eigene Lebensqualität geht. Er befürchtet, dass der Nachbar zur anderen Seite den Resthof erwirbt, um dort Massentierhaltung zu betreiben: „Dabei hätte er zur anderen Seite genügend Platz“, so Schewe, dem es auch um gleiche Rechte für alle geht. Schließlich sei die Intention des Bebauungsplans, die Massentierhaltung in den Griff zu bekommen, und nicht Ländereien dafür auszuweisen, auf denen seit vielen Jahren keine Massentierhaltung mehr betrieben worden sei.

Besonders pikant wird die Angelegenheit dadurch, dass der betreffende Nachbar Mitglied des Rates und auch des Verwaltungsausschusses ist. Schewe vermutet, dass hier eine Extrawurst gebraten werden soll. Interessant scheint ihm auch die Tatsache, dass ein von ihm eingereichter Antrag gegen Tierhaltung auf dem Resthof vom Rat bereits in seinem Sinne entschieden worden sei, dann aber von Verwaltungssaausschuss wieder gekippt worden sei.

Eine erneute Beratung im Verwaltungsausschuss am vergangenen Montag hat an der Sachlage nichts geändert. Allerdings sei der erneute Antrag durchaus kontrovers in dem neunköpfigen Gremium diskutiert worden, so Bürgermeister Ludger Mayhaus gestern auf Anfrage der NWZ. Mayhaus verwies auf die heutige Ratssitzung, in der der Bebauungsplan „Tierhaltung“ gründlich beraten werde. Der Bürgermeister bestätigte, dass der betreffende Ratsherr an der Beratung und Abstimmung des Antrags von Schewe teilgenommen habe. Das sei natürlich durch die Niedersächsische Gemeindeordnung gedeckt.

Der Bebauungsplan soll heute im Paket verabschiedet werden. Mayhaus versicherte, dass möglichen Gegnern Rechtsmittel zur Verfügung stehen.

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