Barßelermoor Wie ist der Stand der Bauarbeiten am Fasanendamm? Mitglieder der Bürger-Fraktion Barßel (BfB) und der Gruppe BfB/Grüne im Gemeinderat haben sich nun bei einem Treffen am Fasanendamm einen Überblick verschafft. Das Baugebiet Fasanendamm ist bis auf ein Grundstück komplett bebaut.

Die Gruppe BfB/Grüne hatte im Herbst vergangenen Jahres den Antrag auf den Ausbau der Straße gestellt, nachdem sich die Anwohner an die Bürgerfraktion gewandt hatten. Begonnen haben die Bauarbeiten im Juni, fertiggestellt wird die Straße voraussichtlich im Herbst. Das teilte Barßels Bürgermeister Nils Anhuth auf Nachfrage der NWZ mit.

„Wir sind froh, dass das jetzt gemacht wird“, sagte eine Anwohnerin beim Termin der Gruppe BfB/Grüne. Doch bei den Bauarbeiten sei an einem Straßenrand viel Sand rund um alte Bäume aufgehäuft worden – sie fürchtet, dass die Bäume dadurch beschädigt werden könnten. Sei ein Teil der Rinde unter Sand begraben, könne der Nährstoffausgleich darunter nicht stattfinden, sagte auch Waltraud Frerichs (BfB). Zudem könne die Rinde dort austrocknen. „Ein Sommer kann bei der Trockenheit schon schädlich sein“ für die Gesundheit der Bäume, hieß es weiter aus den Reihen der BfB.

Straßenausbaubeiträge in Barßel

Die Gruppe BfB/Grüne hat den Antrag gestellt, die Straßenausbaubeiträge der Gemeinde ersatzlos zu streichen, wie es etwa bereits im Ammerland der Fall ist.

Kommunen in Niedersachsen können die Beiträge abschaffen. Aus Hannover gebe es laut Waltraud Frerichs (BfB) die Empfehlung, sie beizubehalten.

Die Mitglieder der BfB/Grüne verweisen jedoch auf die Entscheidungen im Ammerland. „In den Räten wurden die Beiträge eindeutig gekippt“, so Frerichs. Sie seien ungerecht und unsozial. In den meisten Fällen beträfen sie Menschen, die dort seit mehreren Jahrzehnten wohnen. Bei einer Sanierung kämen schnell fünfstellige Beträge zusammen, die die meisten nicht ohne Weiteres stemmen könnten.

Die Straßenunterhaltung solle aus dem laufenden Haushalt und über Zuschüsse finanziert werden.

Dem widerspricht Anhuth: „Die Anhäufung von Boden über einen Zeitraum von einigen Wochen ist nicht schädlich. Insbesondere bei großer Trockenheit ist hierdurch keine Schädigung der Bäume zu erwarten.“ Die Baufirma sei aufgefordert worden, die Bodenanhäufungen zu entfernen. Die Firma sei dem aber noch nicht nachgekommen. Ein gesonderter Schutz der Bäume aufgrund der Anhäufung sei nicht notwendig.

Sorge bereitet der Anwohnerin auch der Umgang beim Verlegen von Rohren unter alten Eichen. Die Versorgungsleitungen seien dort aber im Horizontalbohrverfahren verlegt worden. „Dies ist extra gemacht worden, um eine Schädigung des Wurzelwerkes zu vermeiden“, erklärt Anhuth.

Die Anwohnerin wünscht sich außerdem eine bessere Kommunikation seitens der Gemeinde. So war zum Teil das Passieren mit Autos nicht möglich. „Meine Nachbarin hat einen Brief bekommen“, sagt die Anwohnerin, bei ihr sei aber keine Benachrichtigung angekommen.

Warum eine Anwohnerin keine Information bekommen haben soll, könne er nicht erklären, so Anhuth. Über den Ablauf der Baustelle seien alle Anwohner per Wurfzettel durch die Baufirma informiert worden. In den vergangenen Wochen habe es seitens der Anliegerschaft auch viele positive Rückmeldungen an das Bauamt gegeben. „So wurden wohl sogar Bauarbeiter von den Anwohnern zum Grillen eingeladen.“

Die Gemeindesatzung lege laut Josef Wagner (BfB) fest, dass in allen Baugebieten Tempo 30 gilt, also auch auf dem Fasanendamm. Zusätzlich seien auch verkehrsberuhigende Maßnahmen geplant, wie Anhuth mitteilte. In den Knotenpunkten (Kreuzungen) und Kurvenbereichen werde zur Erhöhung der Aufmerksamkeit rot eingefärbtes Betonsteinpflaster verwendet. „Diese Bereiche werden zusätzlich mit einer Anrampung aus hellen Betonsteinen leicht erhöht, um geschwindigkeitsdämpfend zu wirken.“ Auch zwei kleinere Einengungen sind eingeplant.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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