Barßelermoor /Barßel Der Schifferverein „Gute Fahrt“ Barßelermoor-Barßel feiert einen runden Geburtstag. Aber nicht irgendeinen. Der Verein der Barßeler Seeleute wird in diesem Jahr 100 Jahre alt.

Für den Vorstand wäre das ein triftiger Grund gewesen, das Jubiläum gebührend zu feiern. Doch die Corona-Pandemie machte einen dicken Strich durch die Rechnung. „Wir sind zwar nur noch ein kleiner Verein mit derzeit 54 Mitgliedern. Aber dennoch hätten wir das 100-Jährige gerne mit unseren Vereinsmitglieder und geladenen Gästen gefeiert. Doch daraus wird wegen Covid-19 nichts“, sagen Vorsitzender Georg Sobing und Schriftführer Antonius Burmann.

Weniger in Seefahrt tätig

Schon seit 44 Jahren hat Sobing als Vorsitzender das Ruder des Verein fest in der Hand und Burmann führt schon seit 32 Jahren das Logbuch an Bord. „Wir halten unser Vereinsschiff fest auf Kurs und füllen es mit Leben. Andere Schiffervereine in Nachbargemeinden haben sich schon aufgelöst“, sagt Sobing. Ein Grund dafür liege sicherlich im Mitgliederschwund. Es gäbe nicht mehr viele Personen, die in der Seefahrt ihren Beruf ausüben, so die beiden Fahrensleute. Insgesamt üben derzeit sechs Patentinhaber des Vereins den Beruf des Schiffers aus.

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Umbruch bei Gründung

Wie kam es nun zur Gründung des Vereins 1920? Zwei Jahre zuvor hatte Deutschland Ersten Weltkrieg verloren. Das bedeutete auch den Verlust vieler Schiffe. Zudem gab es einen Umbruch vom Segelschiff zum Motorschiff. Beim Schlittschuhlaufen auf dem Barßelermoorer-Kanal fiel der Entschluss zur Vereinsgründung. Da es in Barßel schon den Schifferverein „St. Nikolaus“ gab, galt diese Vereinsgründung zunächst nur für Interessierte aus Barßelermoor. Schriftliches aus dieser Zeit gibt es kaum; nur Erzählungen.

Später kam es dann zum Zusammenschluss mit dem Verein „St. Nikolaus“, fortan hieß der Verein „Gute Fahrt Barßelermoor-Barßel“. Im Zweiten Weltkrieg musste das Vereinsleben eingestellt werden. Erst 1948 wurde der Verein wieder aktiviert.

Unter dem Wahlspruch „Mut, Kraft, Besonnenheit, sind des Schiffers treu Geleit“, der auch auf der Vereinsfahne steht, fuhren und fahren Barßeler Schiffer zur See. Viele befuhren als Kapitäne, Steuerleute und Matrosen die Weltmeere. Sie kannten die Häfen aller Kontinent.

Besonders das schwierige Fahrwasser der Deutschen Bucht mit dem Leuchtturm „Roter Sand“ war vielen Barßelern zur zweiten Heimat geworden. Darum errichteten Mitglieder des Vereins auf der Landzunge im Barßeler Hafen eine Nachbildung des Baudenkmals.

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