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Emstek Die Erschließungsarbeiten und damit der Baubeginn im neuen Baugebiet „südlich des Schlehenweges“ in Höltinghausen verschieben sich voraussichtlich erheblich. Grund sind die archäologischen Untersuchungen auf dem Gelände.

Die „Untere Denkmalschutzbehörde“ hatte vor der Durchführung der Bauarbeiten eine archäologische Voruntersuchung verlangt. Dabei wurden auf der ca. 42 000 Quadratmeter großen Fläche insgesamt 94 Verdachtsfunde dokumentiert, die nach ersten Einschätzungen überwiegend aus der römischen Kaiserzeit, evtl. auch aus der vorrömischen Eisenzeit stammen dürften. Bei den Funden handelt sich um typische Siedlungsbefunde wie Pfostenlöcher und Siedlungsgruben sowie Wegspuren, ein Brandgrubengrab und mögliche Feuerstellen.

„Wir haben an einer Stelle verbrannte und kalzinierte Knochen sowie ein Gefäß gefunden. Dabei könnte es sich um eine kultische Niederlegung handeln“, betonte die verantwortliche Archäologin Dr. Daniela Nordholz vom Archäologiebüro ArchaeNord aus Bremen, die im Auftrag der Gemeinde mit ihrem Team die Untersuchungen vornimmt.

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Am Donnerstag rückte zunächst ein Bagger an und räumte die oberste Erdschicht ab. In der darunterliegenden Sandschicht markierte das archäologische Team jede auffällige Verfärbung, die auf einen Fund hindeuten könnte. „Wir hoffen in zwei Monaten fertig zu werden“, so Nordholz, die zunächst die Flächen der geplanten Straßen untersucht. Erst dann können die Erschließungsarbeiten anlaufen.

Bürgermeister Michael Fischer, der gemeinsam mit Gemeindekämmerer Heinz Prenger und dem Vorsitzenden des Planungsausschusses Josef Lamping den Beginn der Grabungen in Augenschein nahm, zeigte Verständnis für die Verärgerung der Bauherrn über die Verzögerung des Baubeginns und die anfallenden Mehrkosten. Die zusätzlichen Kosten werden sich laut aktuellen Planungen auf ca. 100 000 Euro belaufen. Dazu kommen noch die zusätzlichen Baggerarbeiten in Höhe von ca. 20 000 Euro. Die Kosten tragen die Gemeinde und die Grundstückseigentümer.

Fischer forderte, dass das Land Niedersachsen, das diese Untersuchung fordert, auch die Kosten übernehmen müsse. „Das darf nicht auf die Gemeinden und die bauwilligen Bürger abgeschoben werden“, so der Bürgermeister. Nach aktuellem Stand ist erst mit einem Baustart am 1. September 2016 zu rechnen.

Eine Ausnahme gäbe es aber von der Regelung, merkte der Rathauschef an: Aufgrund einer Gesetzesneuregelung müssen Denkmäler vor der Zerstörung nicht mehr untersucht und geborgen werden, wenn dies die Errichtung von Flüchtlingsunterkünften verzögern könnte.

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