„Berufstätige im

Unterricht“

Seit 2004 gibt es die Aktion „Berufstätige kommen in den Unterricht“ am Schulzentrum Saterland. Seitdem nehmen jährlich Arbeitnehmer von 13 bis 16 Unternehmen aus der Region daran teil. Geleitet wird die Aktion seit 2007 von dem „Projekt zur Profilierung der Hauptschule“, das vom Caritas-Sozialwerk betrieben wird.

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16 verschiedene Berufsgruppen besuchen die Schüler. Im Vordergrund steht das Kennenlernen der Arbeitsrealität.

von Gerrit Pfennig

Saterland Was verdient man eigentlich als Kfz-Mechatroniker? In welchen Schulfächern muss man gut sein, um Bankkauffrau zu werden? Solche und ähnliche Fragen stellten am Dienstag Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschule im Schulzentrum Saterland.

Die Schule hatte Berufstätige aus unterschiedlichen Berufen eingeladen und 16 von ihnen kamen, um den Jugendlichen der achten und neunten Klasse Rede und Antwort zu ihrer Arbeit zu stehen. Einer von ihnen war Frank Thoben, der als Maler tätig ist. „Körperliche Arbeit braucht erst einmal Fitness“, erklärte er den Schülern. Er müsse in seinem Beruf oft hinauf auf die Leiter und dabei sei es dringend erforderlich, gesund und fit zu sein. Dazu sollten die Schüler vor allem in den Fächern Deutsch, Mathematik, Physik, Chemie und Kunst gute Noten vorweisen können, wenn sie sich für die Ausbildung zum Maler interessierten.

Wie Thoben gaben auch die 15 weiteren Besucher an der Schule einen kleinen Einblick in ihren Berufsalltag. Dazu gehörten unter anderem Industrie- und Bankkaufleute, ein Landwirt und eine Hauswirtschafterin. Sie erklärten den Schülern alles rund um Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten in ihrem Beruf, aber auch Fragen nach Bezahlung und Arbeitszeit.

In einem waren sich die Berufstätigen am Dienstag einig: Wichtig für die Bewerbung sei vor allem, dass die Schüler schon im Vorfeld Interesse an der zukünftigen Arbeit zeigten. „Wir nehmen keinen ohne vorheriges Praktikum“, meinte der Garten- und Landschaftsbauer Curd Janssen. „Sie werden bei uns im Praktikum auch nicht geschont, sondern sollen die Realität kennenlernen.“

Organisiert wurde die Aktion „Berufstätige kommen in den Unterricht“ von der Arbeit-Wirtschaft-Lehrerin Angelika Meyer, der Berufsberaterin Anja Wessels von der Agentur für Arbeit und dem „Projekt zur Profilierung der Hauptschule“ vom Caritas-Sozialwerk. Dieses Projekt ist seit 2006 am Schulzentrum tätig und betreut seitdem auch die Aktion. „Ziel ist es, dass die Schule Kontakte zur Wirtschaft hat und die Schüler die Realität kennenlernen“, erklärte Melanie Ostermann-Albers. Die Diplom-Pädagogin ist zusammen mit der Sozialpädagogin Mechthild Meyer für das Caritas-Projekt an der Schule verantwortlich.

Wolfgang Broek freute sich über das Engagement der Berufstätigen. „Wir Lehrer können alle viel erzählen, aber wir sind eben keine Spezialisten.“ Er hoffe, dass auch im nächsten Jahr wieder so viele Betriebe ihre Mitarbeiter zu der Aktion entsenden, die erfolgreich verlaufe. „Wir erleben das ganz häufig. Wenn die Schüler Interesse haben und in Betriebe gehen, resultieren daraus oft Ausbildungsverträge“, so Broek.

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