ALTENOYTHE Lanz, Deutz, Hanomag, Fendt, Porsche und McCormick – es war alles vertreten, was in Sachen Landmaschinen-Oldtimer Rang und Namen hat. Der Aktionstag des Oldtimer-Clubs Altenoythe im Gewerbegebiet Pirgo war am Wochenende trotz des bescheidenen Wetters ein voller Erfolg. Mit einer Schlepperparade eröffneten die Treckerfreunde am Sonnabend ihr Oldtimer-Treffen und präsentierten den Besuchern ihre wertvollen Gefährte. Bei Kaffee und Kuchen war danach ausgiebig Zeit für Fachsimpeleien und Fahrerlatein. Nach einem Gottesdienst in der Werkshalle der Zimmerei Werner Speckmann wurde bis in die frühen Morgenstunden eine zünftige Oldie-Party gefeiert.

Für manche Treckerfahrer mussten ein paar Stunden Schlaf reichen, denn am Sonntag ging es ab 10 Uhr auf dem Aktionsplatz richtig zur Sache. Da wurde gepflügt, gemäht und gefräst, was Zylinder und Pferdestärken hergaben. Am Rand des Geschehens beantworteten die Vereinsmitglieder viele Fragen der Besucher. So zum Beispiel Anton Gröneweg, der zur Freude der Zuschauer seinen Lanz Bulldog aus dem Jahre 1940 vorstellte. Bei einem Zylinder und 10 300 ccm Hubraum schlummern 35 PS unter der Haube des schweren Schleppers, der durch viele Stunden Arbeit des pensionierten Kraftfahrzeugmeisters dastand, als wäre er gerade vom Band gelaufen. „Den Bulldog kann man nicht einfach anstellen“, sagte Gröneweg und entfachte zunächst eine Heizlampe, um damit die „Glühnase“ richtig heiß zu machen. Dann wurde kurzerhand das Lenkrad abmontiert und als Anlasserkurbel verwendet. Ein paar kräftige Drehungen und der schwere Schlepper rüttelte sich unter kräftigem Motorengeblubber, als hätten ihm die fast 70

Jahre nichts ausgemacht. Ganz ähnlich sah es bei Wilfried Ruthenbeck aus. Er fährt den ältesten Trecker im Verein. Ein Stock C-218 von 1935 ist sein ganzer Stolz. „Sieben Jahre habe ich an dem Schlepper gebastelt“, sagte Ruthenbeck mit einem begeisterten Lächeln. Wer sich lieber mit Dieselross, Bulldog und Co. im Kleinen beschäftigen wollte, konnte am Stand von Hartwig Wassen die mit unglaublicher Originaltreue nachgebauten Modelle bestaunen oder einen der stationären Motoren inspizieren.

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Zuschauermagnet war auch der zwölfzylindrige Rolls Royce Flugzeugmotor „Merlin“, der von einem 1945 in Edewechterdamm abgestürzten, britischen „Lancaster-Bomber“ stammt. Weniger motorisiert, aber gut in die Zeit der alten Schlepper passend, zeigten der Schmied Otto Tameling und der Seiler Hermann Renken viel von ihrem Handwerk. Bei freiem Eintritt, Preisen wie zu Omas Zeiten und einem großen Kinderprogramm war der Aktionstag gerade auch für Familien eine tolle Veranstaltung.

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