Altenoythe Ein Platz zum Wohlfühlen im eigenen Ort: So etwas soll im Projekt „Stuhlkunst“ geschaffen werden. Einen Wohlfühlplatz haben nun die Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnheims Raphael in Altenoythe zusammen mit Mitgliedern des örtlichen Heimatvereins am Freitag geschaffen.

Koordiniert wird das Projekt von Irene Block vom Caritas-Verein Altenoythe. „Der Heimatverein Altenoythe lebt und liebt Inklusion“, erklärte sie. Schon bei der Aktion „Unser Dorf hat Zukunft“ hatten Bewohner des Wohnheims den Heimatverein unterstützt. Dabei haben beide Seiten gemerkt: Die Zusammenarbeit klappt sehr gut. Also haben sie sich für das Kunstprojekt noch einmal zusammengetan. „Wenn Menschen gut zusammenpassen, sollten sie sich häufig treffen“, waren sich alle einig.

Altenoyther Bewohner haben dafür drei Stühle zur Verfügung gestellt – jeder der Stühle ist älter als 50 Jahre. Ein Eichenstamm verbindet diese zu einer Bank. Die Vorbereitungen hat ein Tischler übernommen. Die Bewohner und acht Mitglieder des Heimatvereins haben den Wohlfühlplatz am Freitag zusammengebaut, und fast jeder Bewohner hat zudem seine Hand darauf verewigt. „So hat jeder Bewohner mit Hand angelegt“, sagte Richard Hardenberg, Vorsitzender des Heimatvereins. Die Umrisse der Hände wurden eingebrannt.

Was braucht ein Mensch, um sich in der Gesellschaft wohlzufühlen? Diese Frage steht hinter „Stuhlkunst“. Die Aktion ist ein Teilprojekt der Caritas Altenoythe im Rahmen des inklusiven Kunstprojektes „Kunstburg“. Mittlerweile gibt es im Landkreis mehr als 50 Wohlfühlplätze. Klassen, Vereine, Kindergärten, Nachbarschaften, Pfarreien – viele Gruppen haben sich bereits beteiligt. „Es geht bei dem Projekt um Nachhaltigkeit und eine inklusive Gesellschaft“, sagte Block. Bei so gut wie allen Gruppen haben daher Menschen mit und ohne Behinderung zusammengearbeitet.

Die Bank, die Mitglieder des Heimatvereins und Bewohner gebaut haben, wird ab Herbst am Narzissenweg beim Wohnheim aufgestellt. Davor gibt es andere Pläne: Sämtliche Wohlfühlplätze der Aktion „Stuhlkunst“ stehen ab Juni im Kreishaus in Cloppenburg. Die Ausstellung wird am Dienstag, 18. Juni, um 16 Uhr eröffnet. Bis zum 13. September können die Stücke dort besichtigt werden.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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