Cloppenburg Neben den 162 Delegierten aus ganz Niedersachsen haben etliche Gäste aus Politik, Feuerwehrwesen und Verwaltung jetzt an der Landesjugendfeuerwehrdelegiertentagung in Cloppenburg teilgenommen. Nach der Begrüßung durch die Landesjugendfeuerwehrwartin Anke Fahrenholz hielt Landrat Hans Eveslage (CDU) eine Begrüßungsrede.

„Ich möchte die heutige Versammlung nutzen, um alle Feuerwehrleute, und insbesondere den Jugendfeuerwehren, für ihren freiwilligen Dienst zu danken“, so der Landrat. Er betonte, dass es Freude mache , anderen Menschen zu helfen, andere Menschen vor Gefahren zu bewahren und aus Notlagen zu befreien. Wichtiger als die technische Ausstattung seien gut ausgebildete und motivierte Feuerwehrleute. Als einen wichtigen Aspekt sah der Landrat die Nachwuchsförderung besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels an. Noch gebe es im Landkreis jedoch keine akuten Nachwuchssorgen. „Auch für mich persönlich ist die Jugendarbeit eine Herzensangelegenheit, nicht nur von Amtes wegen, sondern auch als Mensch“, sagte Eveslage.

Einen beeindruckenden Vortrag hielt anschließend Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann (SPD). Im Mittelpunkt seiner Rede stand die Integration. Eine deutliche Abkehr von „rechten Kameradschaften“ war ein wichtiger Punkt seiner Rede. In den eigenen Feuerwehren müssten die Vorurteile abgebaut werden. „Dies vermisse ich noch in einigen Feuerwehren.“

Anke Fahrenholz, Landesjugendfeuerwehrwartin, wies im Anschluss mit Stolz auf die Aktion „1000 Kilometer gegen Rechts“ hin. Viele Jugendfeuerwehren seien mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, um für ihre Aktion zu werben. Insgesamt wurden so 1539 Kilometer zurückgelegt.

Derzeit zählt die Landesjugendfeuerwehr 40 000 Mitglieder. „Jährlich wechseln gut ausgebildete Jugendliche in die aktive Feuerwehr“, sagte Fahrenholz. Belohnt werden solle die gute Ausbildung in den Jugendfeuerwehren mit einer Teilanrechnung auf die spätere Ausbildung zum „Truppmann II“ in der aktiven Feuerwehr.

Darüber hinaus forderte sie, dass die Jugendfeuerwehren nicht nur multikulturell sein, sondern auch für Gleichberechtigung stehen müssten. Es gebe noch 78 Jugendfeuerwehren in Niedersachsen, die grundsätzlich keine Mädchen aufnehmen würden. „Wir müssen endlich die Zeichen der Zeit erkennen und diesen Missstand beheben“, appellierte die Vorsitzende der Delegiertentagung und erntete dafür viel Applaus.

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