FRIESOYTHE 286 freie Ausbildungsstellen sind derzeit für Friesoythe bei der zuständigen Agentur für Arbeit Vechta gemeldet. Eine Top-Quote: Das sind nämlich 58 Stellen mehr als noch im Vorjahr. In Prozent macht das ein ordentliches Plus von 25,4 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Betriebe stellen also mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung. „Die Zahl der Ausbildungsplätze nimmt stetig zu, die Zahl der Ausbildungssuchenden verringert sich dagegen“, sagt Norbert Nüsse, Bereichsleiter der Agentur für Arbeit Vechta.

Würfel noch nicht gefallen

Eigentlich hätte man dies vor allem in diesem Jahr genau andersherum erwarten können: An den Gymnasien macht ein Doppel-Jahrgang Abitur. Sowohl die Schüler der Jahrgangsstufe 13 als auch die der Jahrgangsstufe 12 haben die Prüfungen jetzt schon hinter sich. Es wäre also zu erwarten gewesen, dass es deutlich mehr Bewerber pro Lehrstelle als in den Vorjahren gibt.

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Stattdessen sind von den 286 Lehrstellen in Friesoythe 172 noch nicht besetzt – die Würfel sind also für die Kandidaten längst noch nicht gefallen. 407 Bewerber für eine Lehrstelle haben sich bei der Agentur für Arbeit aus dem Bereich Friesoythe gemeldet. Das sind 56 weniger als noch im Vorjahr. Das entspricht einem Minus bei den Bewerberzahlen von 2,7 Prozent. 215 Bewerber aus Friesoythe haben demnach derzeit noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche.

Mehr Bewerber mit Abitur

Von den Bewerbern sind 6,4 Prozent Abiturienten. 2010 lag diese Quote bei 4,8 Prozent. „Das sind zwar etwas mehr als im Vorjahr, ein Verdrängungswettbewerb findet da aber nicht statt“, sagt Miriam Riemann, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Vechta. Sie geht davon aus, dass Realschüler und Hauptschüler es nicht schwerer haben, sich aufgrund der höheren Anzahl Abiturienten am Arbeitsmarkt zu platzieren.

Viele Abiturienten hätten für sich auch den Plan, nach dem Schulabschluss ein Jahr zu überbrücken – beispielsweise mit einem Freiwilligen Sozialen Jahr, einem Auslandsaufenthalt oder einer weiteren schulischen Qualifikation.

Auch die Agentur für Arbeit rüstet sich für den doppelten Abiturjahrgang: Die drei Abi-Berater Karl-Heinz Warnking, Rainer Hoppe und Klaus Koop stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Es gibt auch individuelle Sprechstunden für potenzielle Medizinstudenten sowie eine Service-Hotline, unter der man Auskünfte zur Studienplatzbewerbung erhalten kann, Telefon 04441/9464455. Allgemeine Informationsveranstaltungen zur Bewerbung um einen Studienplatz gibt es für Friesoyther Schüler in Cloppenburg am 6. Juni ab 15 Uhr, am 7. Juni ab 12.30 Uhr und am 30. Juni ab 15 Uhr beim Landkreis Cloppenburg, Eschstraße 29, im Zimmer 0.101. Anmeldungen sind möglich unter Telefon 04441/9461622 oder per Email an biz@arbeitsagentur.de.

Am 18. Mai veranstaltet die Arbeitsagentur zudem einen Tag des Ausbildungsplatzes. Dann werden von Mitarbeitern der Arbeitsagenturen Unternehmen besucht und geeignete Bewerber vorgeschlagen. Um den steigenden Fachkräftebedarf zu befriedigen, rät die Agentur für Arbeit, auch Jugendlichen mit weniger guten Noten eine Chance zu geben – Fachkräfte könnten ihr Potenzial oft erst in der Praxis entfalten.

Schaut man sich die Anzahl der Bewerber pro Beruf an, kristallisieren sich klar die Lieblings-Berufe der Jugendlichen heraus. Hier folgen die zehn am stärksten nachgefragten Ausbildungsberufe in der Region. Die Angaben kommen von der Agentur für Arbeit Vechta.

Die meisten Jungs bewerben sich als Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik. Auf dem zweiten Platz auf der Beliebtheitsskala der Ausbildungsberufe folgt der Beruf des Tischlers, dann der des Metallbauers mit der Fachrichtung Konstruktionstechnik. Es folgen die Ausbildungen zum Industriekaufmann, Kaufmann im Einzelhandel, Industriemechaniker, Zimmerer, Bürokaufmann, zur Fachkraft für Lagerlogistik sowie zum Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik.

Bei den Mädchen wird die Hitliste angeführt von der Ausbildung zur Bürokauffrau, zur Kauffrau im Einzelhandel und zur Friseurin. Auch Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin, Industriekauffrau, Zahnmedizinische Fachangestellte und Hotelfachfrau würden die Bewerberinnen künftig gerne werden. Es folgen auf den Plätzen neun und zehn die Ausbildung zur Hauswirtschafterin und zur Floristin.

Anja Biewald Redakteurin / Lokalredaktion
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