CLOPPENBURG Aktuelle Tagesprobleme der Landwirtschaft und besonders der Schweineerzeuger standen im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung der Schweinebesamungsstation Weser-Ems im Haus Maria Rast in Bethen. Geschäftsführer Werner Taphorn aus Cloppenburg legte den Jahresbericht vor.

Zum Berichtsjahr 2008 erklärte Taphorn, dass Ende 2007 niemand geahnt habe, dass das Preistief so lange anhalten würde. Über das ganze Jahr 2008 seien die Ferkelpreise enttäuschend gewesen. Erst in den letzten Wochen des Jahres erholten sich die Preise, und die Notierungen für ein 25 Kilogramm schweres Ferkel lagen bei 50 Euro. Die Ferkelerzeuger benötigten aber Preise über 60 Euro, damit sie langfristig Ferkel erzeugen könnten, so Taphorn.

Fakt sei, dass die deutschen Ferkelerzeuger in den vergangenen Jahren unter teilweise existenzbedrohenden Marktbedingungen produzieren hätten müssen. Dies habe zu einem Strukturwandel geführt. Die Anzahl der Sauenhalter sei deutschlandweit um elf Prozent zurückgegangen. „Gleichzeitig wächst, besonders in unserer Region, die Schweinemast“, so Taphorn. Noch profitiere diese von billigen Importferkeln aus Dänemark und Holland.

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1 264 532 Portionen

Die Schweinebesamungsstation Weser-Ems konnte im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 1 264 532 Portionen Ebersamen verkaufen. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Plus von 21 338 Portionen (1,7 Prozent). Im Scannerbereich waren die Umsätze leicht rückläufig, eine Folge der aufgebenden Betriebe. Mit Zuwächsen von mehr als 40 Prozent erzielte die vor drei Jahren gegründete Tochtergesellschaft „awe Agrarshop Weser-Ems GmbH“ die größte Umsatzsteigerung. Hier erwartet Taphorn künftig Jahresumsätze von mehr als eine Million Euro. Am Jahresende 2008 standen 807 Eber an den Stationen in Bethen und Dohren.

2009 konnte die Schweinebesamungsstation auf ihr 40- jähriges Bestehen zurückblicken, berichtete Taphorn weiter. Am 25. April 1969 sei sie auf Initiative der damaligen vier Schweinezuchtverbände Ammerland, Oldenburg, Osnabrück-Emsland und Ostfriesland gegründet worden und habe sich zu einer der größten Schweinebesamungsstationen Europas entwickelt. Höchste Qualitätsansprüche, verbunden mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Innovationen hätten den Erfolg des Vereins begründet.

Ein ganz besonderes Ereignis des Jahres 2009 war der Zusammenschluss mit der Besamungsstation Heetberg. Bereits 2008 fanden erste Gespräche über eine Zusammenführung statt. Die Besamungsstation Heetberg war Bestandteil der Viehzentrale Beesten e.G, und suchte, aufgrund des anhaltenden Strukturwandels in der Ferkelerzeugung, für die Zukunft einen starken Partner auf dem Besamungssektor. „Wir sehen in dem Zusammenschluss, zweier gesunder Unternehmen, eine zukunftsweisende Entscheidung und Antwort auf den anhaltenden Strukturwandel“, so Taphorn. Gemeinsam verfügen die Besamungsstationen in Bethen, Dohren und Heetberg nun über 900 Eber. „Mit nahezu 1,5 Millionen verkauften Portionen jährlich positionieren wir uns am Markt“, so Taphorn. Ziel sei es, diese Marktstellung weiter auszubauen.

Vorstandswahlen

Bei den Vorstandswahlen wurden Wilhelm Willoh (Augustenfeld), Fritz Giesmann (Halsbek) und Herbert Backhaus (Beverbruch) erneut in den Vorstand gewählt. Zusätzlich wurde Johannes Wagemester als Vertreter aus der Region Heetberg in den Vorstand gewählt. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde auf der Versammlung Berthold Kuhlmann (Großenging) geehrt. Seit zehn Jahren dabei sind Maria Koopmann (Emstek) und Heinrich Vorholt (Lähden).

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