Staatsforsten Scharfe Kritik hat die Interessengemeinschaft (IG) „Bunkergruppe Staatsforsten-Cloppenburg“ in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung an Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese hinsichtlich des Umgangs der Stadtverwaltung mit der Splitterschutzröhre aus dem Zweiten Weltkrieg geübt. „Im Fernsehen tritt Herr Dr. Wiese beim Bahnhofstunnel als der große Denkmalschützer auf, aber das geschichtsträchtige Mahnmal in Staatsforsten wird – ohne Wenn und Aber – mit der Brechstange verkauft.“ Gleichzeitig sei die Röhre auf Grund von fadenscheinigen Begründungen inzwischen wie ein Hochsicherheitstrakt verschlossen, obwohl der Bunker bis vor einem Jahr für jedermann zugänglich war. Nach Rücksprache mit Versicherungen hätte die Stadtverwaltung das „eleganter lösen“ können. „Der Bunker muss für alle wieder offen zugänglich sein.“

Gleichzeitig sei der Ortsteil Staatsforsten mit seinem Flugplatz ein „extrem geschichtlicher Ort“, der thematisch und inhaltlich aufgearbeitet werden müsse. Die „Bunkergruppe“ fordert die Stadt Cloppenburg auf, unter Federführung des Museumsdorfs mit allen Beteiligten einen runden Tisch zu bilden, um dieses wichtige Kapitel Cloppenburgs geschichtlich einzubinden. „In Cloppenburg gab es nicht nur den Kreuzkampf“, schreibt IG-Mitglied Franz-Josef Wilken für die „Bunkergruppe“.

Dessen IG-Kollege Klaus Lübbehüsen übt ebenfalls scharfe Kritik an Wiese: „Nur soviel: Die Anträge, Petitionen und Anschreiben bezüglich der Bunkergeschichte blieben allesamt unbeantwortet. Eine solch eklatante Ignoranz, Intoleranz und Arroganz des Bürgermeisters gegenüber unserer Gruppe ist für uns unerträglich.“

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Nach langen kontroversen Diskussionen – auch mit der IG – hatte sich der Verwaltungsausschuss 2018 dazu durchgerungen, das neben dem Bunker liegende Baugrundstück nur gemeinsam mit der historischen Luftschutzröhre zu veräußern. Allerdings mit der Bedingung, dass deren öffentliche Zugänglichkeit und Pflege gesichert bleiben. Das Museumsdorf hat seine Unterstützung zugesagt, mit den Verantwortlichen will die Stadtverwaltung aber erst reden, wenn das Grundstück verkauft ist, hieß es Anfang Januar.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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