Friesoythe Krisenherde auf der ganzen Welt, in Syrien, in der Ukraine, im Irak. Millionen Menschen auf der Flucht. Viele Kommunen stoßen angesichts der großen Anzahl an zugewiesenen Asylbewerbern an Kapazitätsgrenzen – so auch die Stadt Friesoythe. Sie sucht händeringend nach Unterkünften.

Laut der im Dezember zugewiesenen Verteilungsquote der Landesaufnahmebehörde in Bramsche musste die Stadt Friesoythe 76 Asylbewerber aufnehmen, etwa zehn davon seien bereits angekommen, informierte die Stadtverwaltung auf NWZ -Nachfrage. Gespannt wartet man im Frie- soyther Rathaus auf aktualisierte Zahlen in diesen Tagen.

Derzeit sei keine einzige Wohnung im Stadtgebiet mehr verfügbar. Zwei hat die Stadt zwar in Aussicht, unterschrieben sei aber noch nichts, hieß es auf Nachfrage der NWZ . „Wir sind ständig auf der Suche“, sagte Bürgermeister Sven Stratmann im Gespräch. Doch augenscheinlich gibt der hiesige Wohnungsmarkt nicht genügend her, um der Zahl der Flüchtlinge Herr zu werden. Die Stadt sieht jedenfalls dringenden Handlungsbedarf.

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Deshalb gab es am Montagnachmittag Gespräche mit dem Landkreis Cloppenburg über den Neubau einer zentralen Sammelunterkunft im Stadtgebiet, an denen auch Vertreter des städtischen Liegenschaftsamts und des Sozialamts beteiligt waren. Der Landkreis Cloppenburg kommt für die Unterbringung der Flüchtlinge auf und muss deshalb einem geplanten Neubau zustimmen. Keine Angaben wurden dazu gemacht, in welchem Gebiet die Unterkunft entstehen könnte. Denkbar sei darüber hinaus, eine bestehende derzeit leerstehende Immobilie umzubauen.

Als „Notlösungen“ und Provisorien gelten das Obergeschoss der Grundschule Markhausen, das ausgebaut werden soll, sowie die Wohnung über den Mannschaftsräumen bei der Freiwilligen Feuerwehr Friesoythe. Sollte im Stadtgebiet ein zentrales Wohnheim gebaut werden, sollen diese Wohnungen möglichst bald wieder frei gemacht werden, hieß es von Seiten der Stadtverwaltung.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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