CLOPPENBURG Eine kontroverse Debatte um die künftige Ausrichtung der Sportförderrichtlinien hat sich am Dienstag während der Sitzung des Ausschusses für Familie, Soziales, Jugend, Sport, Kultur und Markt entzündet.

Nach Angaben des Cloppenburger Schwimmvereins und der DLRG-Ortsgruppe Cloppenburg hatte die Verwaltung vorgeschlagen, den beiden Vereinen künftig 25,50 Euro pro Bahn und Stunde im neuen „Soestebad“ (siehe Seite 33) abzunehmen. Auf den CSV kämen so 37 000 Euro und auf die DLRG 13 000 Euro zusätzliche Kosten zu. In einem ersten KompromissVorschlag hatte Verwaltungsleiter Georg Dwertmann den Vereinen darauf hin angeboten – mit einem Stundensatz von sieben Euro 20 000 Euro pro Jahr im Bad abzuarbeiten. Für CSV, DLRG, Reha-Sportverein, Tauchsport Delfin und Kneippverein keine akzeptable Lösung.

Um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, waren am Dienstag rund 100 Mitglieder der beteiligten Vereine in die Ausschusssitzung gekommen. Und es wurde ihnen eine „Atempause“ verschafft: Der Tagesordnungspunkt „Entgeltvereinbarungen mit anderen Nutzergruppen“ entfiel auf Antrag der CDU, um mit den Vereinen jetzt eine Lösung am „Verhandlungstisch“ zu erreichen.

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Der Arbeitskreis der Cloppenburger Sportvereine hatte bereits im Vorfeld der Sitzung darauf hingewiesen, dass die Stadtverwaltung unter Punkt 6.1 der Sportförderrichtlinien allen Vereinen die kostenlose Zurverfügungstellung städtischer Sportanlagen – und damit auch des Freizeitbades – zusichere.

Im Ausschuss wurde deshalb von allen Fraktionen angeregt, vor dem Hintergrund sich verschlechternder Haushalte die Zukunft der Sportförderrichtlinien insgesamt – unter Beteiligung der Vereine – zu diskutieren.

SPD und Grünen sprachen sich bereits in der Sitzung gegen Nutzungsgebühren für Sportstätten aus. Dagegen forderten CDU und UWG die „gerechtere Verteilung der Lasten auf die Sportvereine“.

 Der Ausschuss lehnte einen Vorschlag der Verwaltung ab, nach dem die neue Kindertagesstätte am Kessener Weg künftig „Zauberbaum“ heißen sollte. Statt dessen sollen sich die Eltern nach Anregung auf Ausschussmitglied Christa Preuth-Stuke (CDU) selbst einen Namen überlegen.

Die zehnköpfige Hortgruppe für Grundschulkinder bis zum dritten Schuljahr am Andreas-Kindergarten wird auf Antrag der CDU auch im kommenden Jahr als freiwillige Leistung von der Stadt finanziert. Die Verwaltung wollte die Bezuschussung mit dem Hinweis auslaufen lassen, dass der Landkreis als Träger der örtlichen Jugendhilfe für die Kosten aufkommen müsse. Der Antrag des Kindergartens, dass die Gruppe auf 20 Kinder aufgestockt werden kann, wurde – trotz 26 Anmeldungen – abgelehnt.

Kritik an Landkreis und St.-Andreas-Grundschule äußerte in diesem Zusammenhang CDU-Fraktionschef Hermann Schröer. Zum einen gehe es nicht, dass der Landkreis in Sachen Betreuung „einen schlanken Fuß“ mache. Zum anderen verstehe er nicht, warum sich die St.-Andreas-Schule nicht bemühe, Ganztagsschule mit „einem vernünftigen pädagogischen Angebot“ zu werden.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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