Saterland /Friesoythe Nach wie vor enttäuscht ist der Friesoyther Bernhard Norenbrock von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Saterland. Wie berichtet, hatte sie auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung beschlossen, das Kreistagsmandat des ehemaligen Saterländer UWG-Ratsherren und Fraktionsvorsitzenden Norenbrock einzufordern.

Sich zusammensetzen

Er wolle nun erst einmal „ein wenig Gras über die Sache wachsen“ lassen und sich dann mit den UWG-Mitgliedern im Saterland zusammensetzen und darüber reden. Das teilte Norenbrock am Mittwoch auf Nachfrage der NWZ  mit.

Wie berichtet, hatte die UWG Saterland als Grund für die Einforderung des Mandats engegeben, dass sie sich durch Norenbrock im Kreistag nicht mehr vertreten fühle. Mit einem Schreiben hatte die Partei ihn im März darum gebeten, das Mandat für Hanswilhelm Kreuzkam (Ramsloh) freizugeben. Norenbrock hätte nicht darauf reagiert, teilte die UWG mit, die sein Verhalten „merkwürdig“ nannte. Offenbar sei er an einer weiteren Mitarbeit nicht interessiert, hieß es.

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Wie Norenbrock Ende März im Gespräch mit der NWZ  sagte, sei ein entsprechendes Schreiben nicht bei ihm angekommen. Er hatte vermutet, dass dies mit seinem Umzug aus dem Saterland nach Friesoythe zu tun haben könnte. Dies bestätigte sich nun. Am Mittwoch teilte Norenbrock auf Anfrage mit, dass das Schreiben bedauerlicherweise an seine alte Adresse in Sedelsberg gegangen sei.

Dennoch hätten die UWG-Mitglieder laut Norenbrock energischer vorgehen können, wenn ihnen ihr Anliegen wichtig gewesen wäre. Da er derzeit ein Haus baue, sei er zwar manchmal etwas schwerer zu erreichen. Dennoch sei er aber erreichbar. „Jeder weiß, wo ich wohne. Die UWG hat nur zweimal versucht, mich zu erreichen“, sagte Norenbrock.

Die Einforderung seines Kreistagsmandats habe ihn sehr getroffen, sagte Norenbrock. Sein Mandat werde er „auf jeden Fall“ nicht niederlegen. „Ich sehe dazu auch gar keinen Anlass. Ich gehe meiner Arbeit nach“, machte der Friesoyther deutlich.

Er erinnerte daran, dass die UWG unter ihm als damaligen Fraktionssprecher viel erreicht hätte. „Wir haben viel Arbeit im Saterland geleistet.“ So hätte die UWG die Ferienbetreuung angeregt und auch die ursprüngliche Idee eines Seniorenbeauftragten sei von der Wählergemeinschaft gekommen. Den Seniorenbeirat habe letztendlich die CDU-Fraktion im Gemeinderat angeschoben.

„Einstecken können“

Norenbrock: „Ich werde auch weiterhin Ansprechpartner für die Saterländer Bürger sein.“ Über das Verhalten der UWG habe er sich erst sehr geärgert. Aber „es ist auch Politik. Da muss man einstecken können.“

Norenbrock hatte im Februar im Gespräch mit der NWZ  gesagt, dass er sich vorstellen könne, auch in Friesoythe eine UWG ins Leben zu rufen. Er habe nun gehört, dass wohl auch andere diesen Gedanken verfolgen würden. An ihn, so Norenbrock, sei bisher aber niemand diesbezüglich herangetreten. Derzeit, so der Friesoyther, sei er noch zu sehr mit dem Hausbau beschäftigt. „Vielleicht werde ich etwas eigenes auf die Beine stellen, wenn das Haus fertig ist“, sagte er. Er könne sich aber auch vorstellen, sich der SPD anzuschließen.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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