Cloppenburg Harsche Kritik haben die Cloppenburger Jungsozialisten (Jusos) am Montag am Ferienprogramm der Stadt Cloppenburg geübt. In einer Pressemitteilung monierten sie „Kürzungen und Einsparungen“ am Ferienpass und machten ein „unzureichendes Budget“ für den Rückgang der Teilnehmerzahlen verantwortlich. Im Vergleich zum Programm der Gemeinde Molbergen seien qualitative Unterschiede erkennbar. So würden in Molbergen auf knapp 50 Seiten auch mit Hilfe von Illustrationen auf Ferienangebote hingewiesen, während das Cloppenburger Programm mit einer zweiseitigen Tabelle daherkomme.

Dabei wolle die SPD-Parteijugend den Mitarbeitern der Roten Schule keine Vorwürfe machen. Vielmehr seien es nach ihren Informationen fehlende finanzielle Mittel, ohne die eine Online-Präsentation als auch eine ausgearbeitete Druck-Version der Angebote nicht möglich seien. „Wenn die Jugendarbeit nicht genügend Geld hat, sowohl ein online-basiertes Anmeldeprogramm als auch einen schicken Flyer anzubieten, ist sie schlicht unterfinanziert. Nicht jedes Kind ist über das Internet erreichbar. Die klassischen Verbreitungswege dürfen nicht vernachlässigt werden“, so stv. Jusos-Vorsitzende Hannes Grein. „In der kinderreichsten Stadt wird die Jugendarbeit nur stiefmütterlich behandelt.“

Die Stadtverwaltung reagierte auf die Vorwürfe erstaunt. „Zunächst einmal verwundert es, dass die Jusos sich nicht bei den Akteuren vor Ort kundig gemacht, sondern ihre Vorwürfe aus dubiosen Quellen gespeist haben. Diese haben ihnen leider nur Unwahrheiten geliefert. Bedauerlich, dass hervorragende Jugendarbeit offensichtlich dem Wahlkampf geopfert werden soll“, teilte Stadt-Sprecher Klaus Niemann mit.

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Die Jusos kritisierten Kürzungen, Einsparungen und ein unzureichendes Budget beim Ferienpass, doch nichts davon treffe zu. Weder gebe es finanzielle Kürzungen bei der Stadtjugendpflege im Allgemeinen noch beim Ferienpass im Besonderen. Es sei auch kein Rückgang der Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. „Es ist ein üblicher Vorgang, dass manche Ferienpassmaßnahmen nicht ausgebucht, andere dagegen überbucht sind, so dass ein Parallelkurs gemacht werden muss.“ Dies sei bei 120 Kursen normal.

Was die Online-Anmeldung betrifft, so habe sich die Stadt am Jugendverhalten sowie den Wünschen der Eltern und Kinder angepasst. Die Online-Anmeldung verlaufe zur Zufriedenheit aller völlig reibungslos. Dazu kämen minimierte Druckkosten. Im Übrigen bekämen die Kinder und Jugendlichen über die Schulen den Ferienpass mit allen Daten quasi frei Haus geliefert. Die angesprochene Tabelle sei nur ein Termin-Merkposten für die Eltern „zum an die Wand hängen“.

Und: „Die Stadtjugendpflege hält ein spezielles Jugendprogramm vor, das kontinuierlich aktualisiert und angepasst wird.“ Gerade werde zudem erfolgreich für ein Jugendparlament geworben, in Planung sei darüber hinaus auch ein offener Jugendtreff. „Das alles sind freiwillige Leistungen der Stadt“, betonte Niemann.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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