BARßEL Sie sprachen, sangen und tanzten – und sorgten damit für Begeisterung bei den knapp 200 Zuschauern in der Theateraula des Barßeler Schulzentrums. Die Kabarettisten Franziska Schneider, Dieter Richter und Burkhard Damrau vom Ensemble der Leipziger Pfeffermühle boten dem interessierten Publikum bei der vom Arbeitskreis Kultur und Sport in der Gemeinde Barßel organisierten Veranstaltung politische Satire vom Feinsten. In „30 Prozent Rabattzzz“ wurden „Geiz-ist-Geil-Mentalität“ und Sparwut auf den Prüfstand gestellt. In verschiedenen Rollen führten die Pfeffermühler mit 100-prozentiger Bühnenpräsenz dem Publikum die Absurdität unserer egomanischen Gesellschaft vor Augen. Die bitterböse Ironie versteckten die Künstler dabei oft hinter einem zuckersüßen Lächeln.

Angesichts eines 500-Millionen-Rettungsschirmes für die Banken bekam die Bundesregierung ihr Fett weg. Angela Merkel habe mit den „notleidenden Banken“ das Unwort des Jahres geschaffen. „Das ist so etwas wie die Quadratur des Kreises“, bemerkte Burkhard Damrau. Aber auch die „Spezialdemokraten“ seien kaum noch zu retten, denn: „Sie wollen regieren, bis sie schwarz werden“.

Immer wieder gab es Szenenapplaus für Schneider, Damrau und Richter, aber auch Schlagzeuger Peter Jakubik und Marcus Ludwig am Piano wussten mit gekonntem Spiel zu überzeugen.

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Dann präsentierten sich die drei Kabarettisten als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung und priesen sich selbst als „den starken Partner in Sachen Altersarmut“. Zunächst räumten sie mit einigen Irrtümern auf: „So etwas wie einen Rentenanspruch gibt es nicht.“ Sie kamen zu dem Fazit: „Rente gibt's erst ab 95 und nur mit einem Rentenlos und alle anderen sind ihre Rente los.“ Ebenso hatten die Satiriker für die nächste Bundestagswahl schon eine Prognose parat: „Weiß nicht/keine Meinung wird überragender Sieger der kommenden Wahl“, so die Pfeffermühler. das bekannteste Ensemble in der ehemaligen DDR.

Es sorgte mit politisch-satirischen Programmen für Furore in Ost und West und überstand auch Verbote diverser Produktionen durch DDR-Zensoren. Stolze 16 181 Seiten Stasi-Unterlagen sprechen eine deutliche Sprache.

Heute ist das Ensemble – neben der Bespielung des eigenen Hauses – an circa 160 Tourneetagen im Jahr mit wechselnden Programmen unterwegs.

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