Cloppenburg Der Rat der Stadt Cloppenburg hat am Montagabend nach überraschend langer Debatte die Pläne für ein Hospiz einstimmig bei drei Enthaltungen abgesegnet. Auf den Weg gebracht wurden auch die Beantragung von Fördermitteln für die Entwicklung der Innenstadt und insbesondere der Mühlenstraße sowie die Fortsetzung der planerischen Vorbereitung für die Sportanlagen Galgenmoor. Beide Beschlüsse fielen einstimmig. SPD und Grüne wiesen darauf hin, dass inhaltlich in Sachen Mühlenstraße noch diskutiert werden müsse. Der grüne Gürtel mit der Soeste müsse besser berücksichtigt werden.

In Sachen Hospiz hatten der Fach- und der Verwaltungsausschuss nach guten Diskussionen, wie Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese formulierte, einstimmige Empfehlungen gefasst, für die Einrichtung eines Hospiz’ zehn Prozent der vom Landkreis als zuschussfähig anerkannten Summe, maximal aber knapp 470 000 Euro bereits zu stellen. Der Zuschuss soll auf die nächsten drei Haushalte verteilt werden. Am Ende der Debatte wurde dieser Beschluss auch gefällt.

Zuvor ging es aber nochmals um die Dimension des Hospiz’. Franz-Josef Wilken (SPD) hielt die vorgesehene Bemessung für zu groß. Fachverbände sähen für eine Größenordnung Cloppenburgs vier Plätze als ausreichend an, vorgesehen seien aber acht. Wilken schlussfolgerte, dass bei einer knapperen Bemessung auch die Kosten zu senken seien. In einem Hospiz gehe es im Übrigen nicht nach Standards, sondern um „die innere persönliche Qualität der Begleitung“. Sie sei das Wichtigste, was Menschen im Sterbeprozess bräuchten. CDU-Chef Hermann Schröer gab Wilken aus persönlicher Sicht Recht. Dennoch warb er für die Einhaltung demokratischer Regeln und die Umsetzung der Beschlusslage.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Das Hospiz soll von der Cloppenburger Kleebaum-Stiftung getragen werden. Ein Streitpunkt zwischen den Fraktionen war noch die Frage, ob das Geld als so genannter verlorener Zuschuss oder als Zustiftung gewährt werden soll. Bei einem verlorenen Zuschuss würden man den Krankenkassen in die Karten spielen und sie finanziell entlasten. Am Ende stand im Beschluss, dass die Fördersumme möglichst als Zustiftung gewährt werden soll.

Bereits zuvor hatte der Rat einstimmig der Aufstellung des Bebauungsplans Emsstraße zugestimmt, die im Zusammenhang mit der Sportanlage Galgenmoor steht. Zugestimmt wurde auch der Einleitung eines Bauleitplanverfahrens für den Geflügelschlachtbetrieb Dartsch am Telgen Sand in Bethen, der erweitern möchte.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.