STAPELFELD 40 Autoren arbeiteten an dem Werk. Das Buch erscheint anlässlich des 65. Geburtstages des emeritierten Professors Dr. Joachim Kuropka.

Von Bodo Meier STAPELFELD - Im Alten Oldenburger Land haben sich 160 katholische Priester den Nationalsozialisten widersetzt – ihre Geschichte ist am Dienstagabend von Dr. Anna Maria Zumholz (Münster), Professor Dr. Joachim Kuropka, Rudolf Willenborg und Dr. Michael Hirschfeld (alle Vechta) im Kardinal-von-Galen-Haus vorgestellt worden. Das Buch „Oldenburgs Priester unter NS-Terror“ beschreibt den Herrschaftsalltag in der Zeit von 1932 bis 1945. Das im Aschendorff Verlag erschienene 818 Seiten umfassende Werk ist im Buchhandel erhältlich.

In den 84 Biographien und weiteren Einzelbeiträgen spielen nicht allein die Einzelschicksale der „Opfer“ eine Rolle. Auch Alltagsgeschichten einzelner Pfarrgemeinden und nationalsozialistischer „Täter“ werden geschildert. Die 40 Autoren, die bei dem emeritierten Hochschulprofessor Kuropka in Vechta promovierten, studierten oder mit ihm arbeiteten, widmeten ihm diese Kollektivbiographie als Festschrift zu seinem 65. Geburtstag (die NWZ berichtete).

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In ihrer Einführung machte Zumholz die völlig unterschiedliche Grundüberzeugung zwischen der katholischen Kirche und dem Nationalsozialismus deutlich und nannte die zentralen Konfliktfelder. Den ersten Konflikt datierte sie auf den August 1931. Der oldenburgische Landesverband des Stahlhelms beschwerte sich beim Bischof Johannes Poggenburg in Münster über den Löninger Vikar Josef Krebeck. Dieser habe von der Kanzel herabsetzende Bemerkungen geäußert.

Vom Widerstand des Visbeker Vikars Franz Morthorst (1884 bis 1970) im Juli 1932 gegen den Spitzenkandidaten der NSDAP, Carl Röver, berichtete Kuropka. Später wurde Morthorst „Heimatpastor“ und „Kolping des Oldenburger Landes“.

Wie Heinrich Fresenborg (1900 bis 1986) die Gemeindemitglieder in Nikolausdorf gegen die NSDAP mobilisierte, schilderte Willenborg. Fresenborgs Parole lautete: „Für Christi Kreuz gegen Sowjetstern und Hakenkreuz.“ Vom Verlust an Einfluss auf die Essener Jugend durch den jungen Priester Wilhelm Niermann (1898 bis 1955) berichtete Hirschfeld.

In seiner Begrüßung forderte der Leiter des Kardinal- von-Galen-Hauses, Dr. Heinrich Dickerhoff, Demokraten und Christen auf, den herrschenden Selbstverständlichkeiten zu widersprechen. „Das sind wir unseren Nachkommen, aber auch unseren Vorfahren schuldig.“

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