ESSEN Der Cloppenburger Jurist Adem Ortac geht als SPD-Kandidat für den Wahlkreis Cloppenburg Süd in die Landtagswahl 2013. Mit 18 Stimmen hatte der 33-jährige Vater dreier Kinder im zweiten Wahlgang am Freitagabend die Mehrheit der 45 Delegierten-Stimmen bei der Landtagswahlkreiskonferenz Cloppenburg-Süd im Essener „Hotel zum Rathaus“.

Noch im ersten Wahlgang hatte es nach einem langen Wahlabend ausgesehen: Kreistagsmitglied Stefan Riesenbeck aus Cloppenburg lag gleichauf mit Ortac. Beide erhielten zwölf Zähler. Mit nur einer Stimme weniger folgte Mike Mischo aus Löningen. Und die Emstekerin Gabriele Kalvelage sammelte zehn Stimmen ein. In der zweiten Runde erhielten Riesenbeck elf, Mischo zehn und Kalvelage sechs Stimmen.

In der Vorstellungsrunde der vier Kandidaten beschrieb sich Ortac als Visionär, der sich selbst nicht links sieht, sondern sich nach dem konservativen Seeheimer Kreis der SPD ausrichte. „Ich habe die Vision von gerechterer Politik, die ich nach Hannover tragen möchte“, warb der türkischstämmige Ratsherr aus Cloppenburg. Er glaube nicht, dass Politik alles für jeden vorhalten müsse. „Politik muss gute Rahmenbedingungen schaffen und nur dort eingreifen, wo es von Nöten ist.“

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In der Wirtschaftspolitik hält Ortac die Rahmenbedingungen für ausreichend. Den Fall Schlecker verglich der Anwärter auf einen Sitz im Landesparlament mit dem des Baukonzerns Holzmann. „Wir haben es geschafft“, lautete 1999 die Botschaft des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder. Sie hielt nur zweieinhalb Jahre.

Ortac lebt seit 2006 in Cloppenburg. In der Türkei geboren, wuchs er in Hessen auf. 2003 studierte er Rechtswissenschaften in Bremen und absolvierte die Referendarzeit am Oberlandesgericht in Oldenburg. Seit 2011 sitzt Ortac als SPD-Ratsherr in Rat der Stadt Cloppenburg. Ehrenamtlich engagiert sich der Jurist beim Sportverein Blau- Weiß Galgenmoor. Zudem spielt er leidenschaftlich Schach. Das Brettspiel böte ein hervorragendes Training für die politische Arbeit, ist Ortac überzeugt. Die Konsequenzen eines Zuges müsse sich der Spieler vor dem Setzen der Figur vor Augen führen. „Ein guter Schachspieler ist auch ein guter Politiker“, ist sich der Kandidat sicher.

Für den Gastgeber und Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Essen, Detlef Kolde, war die Konferenz ein gelungener Abend. Von den 50 geladenen Delegierten kamen 45 sowie viele Gäste – darunter die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter – und Freunde. Sie waren gespannt auf die Ausführungen des stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden Olaf Lies, der einen Ausblick auf die Arbeits- und Wirtschaftspolitik in Niedersachsen nach der Landtagswahl im Januar 2013 gab.

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