Löningen Es wurde lange diskutiert, aber eine deutliche Mehrheit zeichnete sich schnell ab: Löningen bekommt ein neues Rathaus, das alte wird abgerissen.

Was von den meisten Ratsmitgliedern als unabdingbar gesehen wurde, wurde von der Wählergemeinschaft hart kritisiert. Bernd Stegemann sieht in dem Rathaus-Abriss den Höhepunkt der Zerstörung von alter Löninger Bausubstanz. Er und sein Fraktionskollege Bernd Lemmermühle wünschten sich eine intensivere Diskussion um mögliche Alternativen. Mit ihnen votierte lediglich Carsten Osinski (CDU) gegen einen Neubau, der Rest des Stadtrates war dafür.

Eine Arbeitsgruppe hatte sich vorab mit der Thematik beschäftigt und war zu der Empfehlung „Neubau“ samt Architektenwettbewerb gekommen. Eine Sanierung sei im Vergleich zu den Vorteilen eines Neubaus zu teuer.

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Für den Neubau werden rund vier Millionen Euro eingeplant. Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Für den Architektenwettbewerb soll es detaillierte Vorgaben geben, in denen die Anforderungen klar formuliert sein sollen – einerseits, was die Kosten angeht, andererseits, was die Funktionalitäten betrifft.

Bürgermeister Marcus Willen und Hermann Dirks aus der Verwaltung hatten vor der Abstimmung noch einmal die Beweggründe für den Abriss erläutert: Das Dach sei undicht und könne nicht mehr gedämmt werden, die Dämmung insgesamt werde sehr schwierig, die Herstellung einer Barrierefreiheit ebenso, die Toilettenfrage sei kaum zu lösen.

Die Frage nach dem Denkmalschutz für das Gebäude sei zwar noch nicht abschließend geklärt, aber es gebe deutliche Hinweise, dass der Bau aus dem Jahre 1966 schon zu viele Veränderungen erlebt habe, um noch schutzwürdig zu sein. Möglicherweise gelinge es den Architekten, gewisse Stilelemente in den Neubau zu integrieren, hoffen einige Befürworter.

Unklar ist, was mit dem für viel Geld gekauften und sanierten benachbarten Bahnhof geschehen soll, der seinerzeit als Rathaus-Ergänzung konzipiert worden ist.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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