Lastrup „Eine Kommune kann nicht alles bieten. In vielen Bereichen kann sie nur unterstützend tätig sein“, machte Lastrups hauptamtlicher Vertreter des Bürgermeisters, Josef Pahls, kürzlich deutlich. Mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Silvia Breher (Löningen) wollten Vertreter der Heimatvereine Lastrup und Hemmelte, des CDU-Gemeindeverbands sowie der Gemeinde Lastrup über Probleme in der Arbeit der Ehrenamtlichen und über ihr Engagement sprechen.

Der Treffpunkt: Das Meiners-Haus. Bauamtsleiter Berthold Sauerland stellte Breher diesbezüglich zunächst die Pläne beim Umbau des Meiners-Hauses zu einem Bürgerhaus vor, das im Herbst 2019 eingeweiht werden soll. Das Gebäude wurde 2014 von der Gemeinde Lastrup erworben. Die Baumaßnahme ist Teil der Dorferneuerung.

Im Einzelnen sei eine Sanierung der Außenfassade, die Erneuerung beider Dächer, der Austausch aller Fenster, Türen und Tore, die Sanierung der Eingangstür, die Wiederherstellung der Gartengrotte, die Herstellung einer neuen Terrasse im rückwärtigen Bereich sowie von acht Parkplätzen an der Seite zum Autohaus Essing und eines Bauerngartens im vorderen Bereich geplant.

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Im Bürgerhaus sollen alle Vereine, die nicht über eigene Räumlichkeiten verfügen, unterkommen. So ist auch für den Heimatverein viel Platz vorgesehen. Für die Gemeinde sind ein Trauzimmer und ein Bürgerbüro geplant. Das Nebengebäude (Scheune) soll eine Zwischendecke erhalten und kann als Veranstaltungsraum genutzt werden.

Auch der Heimatverein freue sich, so Vorsitzende Lisa Rolfes, auf die neuen Räumlichkeiten, da viele Unterlagen bisher nicht oder nur provisorisch gelagert werden könnten. Sie hofft, durch neue Aktivitäten auch jüngere Mitglieder gewinnen zu können.

Man habe heute den Eindruck, dass neue Ideen erst daraufhin geprüft würden, was dagegenspreche, statt erst zu prüfen, wie eine gute Anregung zu verwirklichen sei, sagte Breher, die das Engagement in der Kommune würdigte. „Beim Bürgerhaus geht es nun darum, das Gebäude mit Leben zu füllen.“

Aber es gab auch Negativ-Beispiele, die die Arbeit von Ehrenamtlichen behindern: „Es kann nicht sein, dass Vereine, die durch großes ehrenamtliches Engagement auch durch ein Sportfest, Sportlerball und Eigenleistungen Gewinne erzielen, Zuschüsse der Kommune zum Unterhalt der Gebäude, wie zum Beispiel der Turnhalle, versteuern müssen“, sagte Pahls.

Heimatvereins-Vorstandsmitglied Michael Wlodarczak kritisierte, dass die Datenschutz-Grundverordnung die Arbeit der Ehrenamtlichen erschwere: „Man findet kaum einen Kassen- oder Pressewart, weil er Angst hat, für irgendeinen Fehler haftbar gemacht zu werden.“ Durch bürokratische Vorgaben sei die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen unnötig erschwert worden. Johanna Hollah, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende, befand den bürokratischen Aufwand für Vereine, die Förderanträge stellen möchten, für zu groß.

Alle waren sich einig, dass man niemanden zur Teilnahme an Veranstaltungen und ehrenamtlicher Mitarbeit zwingen könne. „Der gesellschaftliche Wandel erreicht auch die Dörfer“, so Breher, die einräumte, dass es durchaus Raum zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements gebe. Denn dies sei das, was Südoldenburg stark gemacht habe und immer noch auszeichne.

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