Betrifft: Verschiedene Berichte über Werkvertragsarbeit, zuletzt am 13. Juli

Die Kreis-CDU sollte sich was schämen. Die Christlich Demokratische Union im Landkreis Cloppenburg will immer noch eine 25-prozentige Quote an Leiharbeit zulassen. Für mich ist Leiharbeit nach wie vor eine moderne Form der Sklaverei. Als Mitglied der KAB (Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Anm. d. Red.) unterstütze ich voll und ganz die Inhalte der Resolution zur Werkvertragsarbeit.

Sie fordert hier ein Ende des Missbrauchs von Werkverträgen und Leiharbeit. Die Resolution verlangt gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort für alle Menschen vom ersten Arbeitstag an, eine umfassende Unfall- und Krankenversicherung und eine ortsnahe, unabhängige, kostenlose Rechtsberatung und Rechtsvertretung für Arbeitsmigranten in deren Muttersprache.

Die christliche CDU sollte sich mal mehr mit der christliche Soziallehre beschäftigen, die auf die Prinzipien Personalität, Solidarität und Subsidiarität aufbaut. Personalität meint hier für mich, gelingendes menschliches Zusammenleben und Arbeiten im Betrieb zu ermöglichen, und den Menschen nicht nur als Produktionsfaktor auszubeuten.

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Das Solidaritätsprinzip bedeutet für mich, dass es in der Mitarbeiterschaft keine Mitarbeiter zweiter Klasse gibt (Leiharbeiter). Dieses Prinzip verlangt, dass sich der arbeitende Mensch immer mehr zum „Wirtschaftsbürger“ und eben nicht zum Wirtschaftsuntertan wie in der Leiharbeit entwickelt.

Hierzu bedarf es einer starken Solidarität in der Mitarbeiterschaft sowie starker Gewerkschaften, damit dies gelingt. Das Prinzip des Sub-Sub-Subunternehmertums als geduldete Ausbeutung muss beendet werden. Selbst der Papst beklagt dieses System und sagt: „Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann“.

Im Bereich der Leiharbeit haben sich leider die beiden Volksparteien nicht mit Ruhm bekleckert. Wenn sie wirklich wollten, könnten sie das Übel der Leiharbeit umgehend beenden. Der Christlich Demokratischen Union wünsche ich eine intensive Auseinandersetzung mit ihrem christlichen Hintergrund und der katholischen Soziallehre.

Franz-Josef Wilken Cloppenburg

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