Cloppenburg Die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben in Staatsforsten nicht nur eine Brandbombe, Granaten und Patronen gefunden, sondern – kurz vor Beendigung ihrer Arbeit am 16. Februar – auch einen Knochensplitter. Das gab Planungsamtsmitarbeiter Hans-Jürgen Koopmann am Mittwochabend im Planungs-, Umwelt- und Energieausschuss bekannt.

Enkelinnen vor Ort

Wie berichtet, ist am Garreler Weg im Oktober 1944 ein englisches Kriegsflugzeug abgestürzt, das Angriffe gegen Bremen geflogen hatte. Kürzlich kamen Debbie Bartlett und ihre Schwester Julie Barton aus England nach Staatsforsten, um etwas über das Schicksal ihres Großvaters Sergeant Ronald Barton zu erfahren, der an Bord der Unglücksmaschine gewesen war.

Ob es sich bei dem gefundenen Splitter um einen menschlichen Knochen handelt, konnte Koopmann am Mittwoch nicht sagen. Das müsse nun in der Forensik geklärt werden. Sollte der Knochenfund tatsächlich menschlicher Natur sein, wird nach Angaben von Debbie Bartlett das britische Verteidigungsministerium einen DNA-Abgleich mit dem Genmaterial der Familien von sechs verstorbenen Soldaten – insgesamt waren acht an Bord – vornehmen. Zwei Insassen sind bereits vor Jahren identifiziert und beerdigt worden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Sechs Bauplätze

Wie berichtet, hatte der Kampfmittelräumdienst das rund 4000 Quadratmeter große Gelände am Garreler Weg in Augenschein nehmen müssen, weil dort im Sommer ein neues kleines Baugebiet mit sechs Plätzen entstehen soll. Es dürften – so Koopmann – maximal zwei Wohnungen pro Gebäude gebaut werden.

Darüber hinaus hätten Naturschützer angeregt, den – sich an der Spitze der dreieckigen Fläche befindlichen – Luftschutzbunker künftig als Fledermausbau zu nutzen. Zudem – so Koopmann weiter – werde zurzeit in Gesprächen mit dem Landesamt für Denkmalpflege (Oldenburg) geprüft, ob der Bunker eine geschichtliche Bedeutung habe. Falls dies nicht der Fall sei, könne der Bunker entfernt werden. So entstehe noch ein zusätzlicher Bauplatz.

Einstimmiges Votum

Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die öffentliche Auslegung der Flächennutzungsplanänderung und des Bebauungsplans aus. Die Staatsforstener warten auf ein neues Baugebiet, das bislang letzte wurde 2006/2007 im Bereich nördlich der Immelmannstraße erschlossen.


     www.cloppenburg.de 
Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.