Cloppenburg Er selbst ist noch jung, seine Leidenschaft gilt jedoch alten Landmaschinen: Vor einem Jahr hat sich Benedikt Möller (25) einen Traktor zugelegt, der mehr als doppelt so alt ist wie er selbst – einen Fendt aus dem Baujahr 1959.

Technisch hat der Maschinenbauingenieur das gute Stück bereits restauriert – nur der blass-grüne Lack und ein wenig Rost zeugen noch von Jahrzehnten harter Arbeit auf dem Feld. „Vielleicht lasse ich das aber auch so“, hat sich der Junggeselle mit der Patina des kleinen Ackerbullen durchaus angefreundet.

Ab Herbst diesen Jahres wird der Bether mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr sowohl Zeit haben, an dem Oldie herumzuschrauben: Möller bewirbt sich bei der Kommunalwahl am 11. September um einen Sitz im Cloppenburger Stadtrat. Und die Chancen, dass er ihn auch bekommt, stehen bestens: Zum einen werden die Bether „ihrem“ Mann im Rathaus wohl nicht die Gefolgschaft verweigern. Und sollte das in dem „70-Prozent-plus-x-CDU-Dorf“ wider Erwarten doch so sein, ist Möller über Listenplatz vier des Wahlbezirks Nord abgesichert. Ein Faktum, von dem der bescheiden wirkende junge Mann nichts hören will. „Warten wir die Wahl ab.“

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Nachdem klar war, dass Bethens Mann im Stadtrat, Tobias Frerichs, auf eine weitere Sitzungsperiode für die CDU im Stadtrat verzichten wird, sei er – so Möller – Anfang des Jahres von Markus Naber aus dem „CDU-Dorfverband“ angesprochen worden, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne.

„Ich habe mir das reiflich überlegt, mich mit meiner Familie und meinem Arbeitgeber besprochen“, kommentiert Möller sein „Ja“. Er habe sich selbst die Frage gestellt, ob er denn ob seiner jungen Jahre schon in der Cloppenburger Stadtpolitik mitmischen könne.

Fünf Jahre Gruppenleiter bei den Messdienern, sieben Jahre im Vorstand der Landjugend sowie die Arbeit im Dorfverein und als Lektor in der Kirche: Möller hat bereits gezeigt, dass er sich engagieren will. Und auch im Beruf läuft’s: Nach dem Abitur im Jahre 2010 am ULF absolvierte Möller dreieinhalb Jahre ein duales Studium bei der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (Vechta, Diepholz, Oldenburg) und bei der Firma Vogelsang, das er mit dem „Bachelor of Engineering“ abschloss. Und so ganz schlecht muss er sich bei dem Essener Maschinenbau-Unternehmen nicht angestellt haben – es übernahm ihn und machte ihn zum Versuchsingenieur. „Wir testen unsere Produkte und bauen Prototypen zusammen.“

Schlagloch, Straßenlaterne, Bauplatz: Obwohl sich Möller im Falle einer Wahl für alle Cloppenburger einsetzen will, sieht er sich bei Alltagsfragen dieser Art in erster Linie als Ansprechpartner für „seine“ Bether. Was die Trassenführung und die Konverterstationen für die umstrittene Strom-Höchstspannungsleitung anbelangt, will Möller nicht zu viel versprechen. „Es muss das Bestmöglichste herausgeholt werden. Ich glaube aber, dass der Einfluss der Kommunalpolitik vergleichsweise gering ist.“

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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