Ramsloh Höhen und Tiefen gab es auch in diesem Jahr in der Gemeinde Saterland. So zählte wohl unter anderem zu den freudigen Ereignissen, dass beim Karneval wieder Tausende zusammen feierten und die Friedhofskapelle in Ramsloh eingeweiht werden konnte. Aber auch traurige Dinge wie der Tod des Ehrenbürgers Heinrich Kröger, die drohende Insolvenz des Tierheims Sedelsberg oder auch schwere Unfälle in der Gemeinde hat es gegeben.

Der wohl größte Schreckmoment 2016 ereignete sich am 22. April.

Eigentlich ist es ein freudiges Ereignis. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Ramsloh und Scharrel haben neue Einsatzleitwagen bekommen. Diese sollen nun im Ramsloher Feuerwehrhaus eingeweiht werden. Pfarrer Ludger Fischer und Pfarrer Florian Bordfeldt weihen die beiden Einsatzfahrzeuge. Und auch Bürgermeister Hubert Frye möchte Grußworte sprechen.

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Doch mit dem, was dann geschieht, konnte niemand rechnen. Während seiner Ansprache bricht der Bürgermeister plötzlich zusammen. Glück ist es, dass bei der Einweihung auch Mitglieder des First-Responder-Teams vor Ort sind. Sie kümmern sich sofort um den Bürgermeister, der schnell wieder sein Bewusstsein erlangt. Mit einem Rettungswagen wird er zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann vertritt ihn daraufhin in allen Amtsgeschäften. Bei repräsentativen Anlässen sind es die stellvertretenden Bürgermeister Marianne Fugel, Leonhard Rosenbaum und Gerd Olling, die ihn vertreten.

Im Juni kommt dann die positive Nachricht: Hellmann teilt während der Ratssitzung mit, dass sich Frye auf dem Weg der Besserung befindet. Allerdings räumt er auch ein, dass seine Genesung noch dauern werde. Zu dem Zeitpunkt befindet sich der Bürgermeister in einer Reha in Lingen. Die Anteilnahme in der Bevölkerung ist groß. Immer wieder gibt es Genesungswünsche für den erkrankten Bürgermeister. Viele besuchen ihn in der Reha.

Als dann Ende Oktober Mitglieder aus dem alten Gemeinderat verabschiedet werden, ist Frye erstmals wieder bei einer Sitzung dabei und hält eine bewegende Rede. Auch seine Frau Annelen ist dabei. Er dankt allen für die gute Zusammenarbeit und die Genesungswünsche in seiner schwierigen Zeit.

Neben einigen Tränen gibt es großen Applaus und Lob für den Bürgermeister. „Das Saterland kann stolz sein, einen Bürgermeister zu haben, der die Interessen so gut vertritt“, sagt an dem Abend etwa Hans Meyer, Mitglied des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes des Kreisverbands Cloppenburg.

Immer öfter tritt Frye danach wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Es geht ihm immer besser. Bei der letzten Ratssitzung des Jahres im Dezember sagt er, dass er hofft, sich im nächsten Jahr wieder besser einbringen zu können. Er wünscht allen Ratsmitgliedern für das kommen Jahr gute Gesundheit.

Denn dass diese das höchste Gut ist, kann einem manchmal schneller und schmerzlicher bewusst werden, als man es vermutet. So wünsche ich Ihnen für 2017 nur das Beste.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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