Garrel Heimat gestalten, um für die Zukunft gerüstet zu sein – unter dieser Überschrift hat am Montagabend Landrat Johann Wimberg im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Garrel über die Herausforderungen im Landkreis Cloppenburg gesprochen. „Heimat“, so Wimberg, habe wieder an Aktualität gewonnen und müsse längst kein angestaubter Begriff mehr sein.

Die Rufbusse, die ab dem 1. April im Kreis fahren, sollen dazu beitragen, die einzig auf das Auto abgestellte Mobilität auch in Garrel neu aufzustellen. Was in Ballungsräumen Realität ist, soll auch im Landkreis greifen. Dabei ist Wimberg durchaus bewusst, dass es dafür eines langen Atems bedarf. Das Bild leerer Busse werde man zu Beginn sicher öfter sehen.

Die E-Mobilität will der Landkreis mit weiteren Ladesäulen ebenso unterstützen und sieht auch auf den Gleisen eine Zukunft für den Öffentlichen Personennahverkehr. Im Landkreis gebe es derzeit gerade einmal zwei Bahn-Haltestellen, im Landkreis Vechta seien es bei zehn Kommunen neun Haltestellen, stellte Wimberg den Vergleich an. Mit der Reaktivierung der Strecke von Cloppenburg bis Friesoythe und weiter mit dem Lückenschluss ins Saterland eröffneten sich auch gerade auch für Garrel ein „Standortvorteil“, betonte Wimberg. Sollte die Strecke von der Landesnahverkehrsgesellschaft anerkannt werden, locken hohe Fördermittel für die Reaktivierung. Bis dahin seien aber noch „dicke Bretter zu bohren“. Dass diese Initiative „hier und da kritisch beäugt wird“, dessen ist sich Wimberg durchaus bewusst.

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Zuvor hatte Wimberg die Entwicklung des Landkreises Cloppenburg vorgestellt in Zahlen, Daten und Fakten. Seit 1990 sei der Landkreis um 42 Prozent auf nunmehr über 171 000 Einwohner gewachsen.

Zu Beginn hatte – nach dem traditionellen Götteessen – Heimatvereins-Vorsitzender Günter Buschenlange auf das „ereignisreiche Jahr“ zurückgeblickt: Plattdeutscher Abend mit Renate Nording, Morgenwanderung, Radwanderfahrt nach Benthullen-Habern, Vier-Tages-Fahrt nach Rheinhessen oder die Vorführung des Films „Ich werde nicht schweigen“ im Beisein der Regisseurin nannte Buschenlange eine Auswahl der Tätigkeiten. Rund 200 Zertifikate seien am Amerikastein ausgestellt worden, darunter an einen Nachfahren der Familie Wendeln, die als eine der ersten aus Garrel nach Amerika ausgewandert war.

Im Heimatbüro, das vor 15 Monaten bezogen worden sei, füllten sich langsam die Regale. Auch „so mancher Schatz“ würde dem Heimatverein übergeben, so Buschenlange. Die Archivgruppe trifft sich jeden ersten und dritten Mittwoch im Monat. Interessierte seien willkommen.

Als nächste Aktionen ist eine Morgenwanderung an der Hunte bei Huntlosen mit einem Besuch des Dichterhauses von August Hinrichs am 2. Mai geplant. Eine Radwanderfahrt nach Resthausen findet am Samstag, 25. Juli, statt. Das genaue Programm folgt noch. Und eine Halbtagesfahrt führt am 12. September zum Kinomuseum nach Löningen .

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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