Friesoythe Als vor rund vier Jahren immer mehr Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten wie Syrien ins Land kamen und der Zustrom nicht enden wollte, standen die Kommunen vor großen Herausforderungen. Denn die Städte und Gemeinden mussten die ihnen zugewiesenen Menschen unterbringen. Also wurden Sammelunterkünfte geschaffen und Privatwohnungen angemietet. Das Problem: Wie viel Wohnraum tatsächlich benötigt werden würde, konnte niemand voraussagen. Also agierten die Kommunen vorsorglich und mieteten nahezu alles an, was möglich war. Die Stadt Friesoythe kommt auf 23 Mietobjekte und vier Sammelunterkünfte. Die Lage hat sich mittlerweile deutlich entspannt, so dass längst nicht alle Mietwohnungen und Plätze in den Heimen in Anspruch genommen werden. Somit stehen einige Gebäude leer.

Ein Heim ausgelastet

Wie Fachbereichsleiterin Annegret Brunemund-Rumker auf der Ratssitzung der Stadt Friesoythe am Mittwochabend im Rathaus mitteilte, seien derzeit 118 der insgesamt 149 Plätze in den Sammelunterkünften belegt. Diese teilen sich wie folgt auf: Im alten Hotel an der Willohstraße leben 22 Flüchtlinge, frei sind 14 Plätze; im ehemaligen Bauhof leben 17 Flüchtlinge, frei sind acht Plätze; im Wohnheim Spreestraße leben 39 Flüchtlinge, frei sind neuen Plätze; das Wohnheim Pehmertanger Weg ist mit 40 Flüchtlingen ausgelastet.

Von den 23 Mietobjekten sollen 13 abgebaut werden. „Hier laufen die Mietverträge in diesem Jahr aus und sollen nicht verlängert werden“, sagte Brunemund-Rumker. Nach Vorgabe des Landkreises sollen zunächst die freien Plätze in den Sammelunterkünften belegt werden, so die Fachbereichsleiterin. Das schließe eine anderweitige Nutzung des Bauhofes etwa durch das DRK oder die DLRG derzeit aus, antwortete sie auf eine entsprechende Anfrage von CDU-Ratsherr Karl-Heinz Krone. Ohnehin warnte Bürgermeister Sven Stratmann davor, zu viel freien Wohnraum für Flüchtlinge vorschnell aufzugeben: „Mit Blick auf die Lage in der Welt kann es schnell passieren, dass wir die Hütte wieder voll bekommen.“

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Raus aus Programm

Eine schlechte Nachricht hatte der Bürgermeister in Sachen Dorferneuerung zu verkünden. Auch ein erneuter Versuch, die Ortschaften Neuvrees, Markhausen, Thüle in das Förderprogramm des Landes zu bekommen, ist gescheitert. Bis zum 30. April könne die Kommune jetzt entscheiden, ob man sich für eine sogenannte soziale Dorfentwicklung bewerben wolle. Dieses Programm sei stark projektbezogen und weise in einem wichtigen Punkt zu einer üblichen Dorferneuerung einen Unterschied auf: „Es gibt kein Geld.“

Geschlossene Ortschaft

Hoffnung machte er den Bewohnern in Augustendorf. Hier sei man gemeinsam mit dem Landkreis auf einem guten Weg, einen Teil des Ortes entlang der Kreisstraße 300 in eine geschlossene Ortschaft umzuwandeln. Das hätte den großen Vorteil, dass bei der anstehenden Verbreiterung der Kreisstraße weniger Bäume gefällt werden müssten. Denn bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung gelten andere Vorschriften, etwa geringere Abstände von Radwegen zur Fahrbahn.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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