Friesoythe In der aktuellen politischen Debatte im Friesoyther Stadtrat um den Neubau einer städtischen Kindertagesstätte im Kernort meldet sich jetzt die CDU/FDP-Fraktion zu Wort. Der Anlass ist laut Fraktion „den vermehrten Presseberichten hinsichtlich der Kindergartenplätze im Stadtkern sowie der destruktiv wirkenden Haltung der CDU/FDP-Fraktion und der Forderung für Erklärung geschuldet“. Die Unsicherheit, auch innerhalb der Fraktion, beruhe auf dem Zahlenmaterial der Stadtverwaltung und der damit zugrunde gelegten Planung eines Neubaus. „Die CDU/FDP-Fraktion betont ausdrücklich, dass sie die Notwendigkeit für den Neubau einer Kindertagesstätte sieht“, sagt Vorsitzender Karl-Heinz Krone.

Kindergartenplätze im Kernort Friesoythe

Der ermittelte Bedarf der Stadtverwaltung an Kita-Plätzen im Kernort Friesoythe wurde laut CDU/FDP-Fraktion auf 339 Plätze geschätzt. Mit der Erweiterung des Don-Bosco-Kindergartens und dem Neubau der Kita des Caritas-Vereins stehen genau diese 339 Plätze in Friesoythe zur Verfügung.

Dies teilt sich wie folgt auf: Grüner Hof (50 Plätze), Christophorus (110), Don Bosco (93), Weidenkörbchen (50), Caritas-Verein (36).

Nicht miteingerechnet in den 339 Plätzen ist die provisorische Kita am Scheefenkamp mit aktuell 43 Plätzen.

Die Fehler sieht die Fraktion bei der Berechnung der Kita-Plätze in der Stadt. „Die Berechnung des Bedarfs basiert auf Schätzungen“, so Krone weiter. Laut Fraktion würde mit der Erweiterung des Don-Bosco-Kindergartens und dem Neubau der Kita des Caritas-Vereins der aktuelle Bedarf gedeckt (siehe Info-Box). „Aktuell gibt es keinen Handlungsbedarf, da die Differenz exakt mit den geplanten Plätzen des Neubaus der Stadt übereinstimmt. Die Pflicht der Stadt Friesoythe auf Bereitstellung ausreichender Kindergartenplätze für über 3-Jährige zum 1. August 2019 wird erfüllt“, heißt es weiter. Nicht mit eingerechnet ist bei der Rechnung der CDU die Kita am Scheefenkamp. „Diese könnte als Notnagel dienen und Engpässe im Kinderkrippenbereich auffangen. Es besteht aus heutiger Sicht die Möglichkeit, das Gebäude auch über den 31. Juli 2020 zu nutzen“, heißt es.

Auch in Sachen Burgwiese hat sich die Fraktion geäußert. „Die Bürger wollen die Burgwiese für öffentliche Zwecke halten. So sollte die Burgwiese der Stadtverwaltung als Platzhalter für die Beantragungsvorgänge dienen, die dann zur Entscheidungsfindung auf jeden denkbaren Standort projiziert werden könnte. Daraus entstanden ist die einzige Alternative zum Aquaferrum, obwohl die Thematik der Schaffung zusätzlicher Kitaplätze seit Beginn der Ratsperiode 2016 immer Gegenstand diverser Sitzungen gewesen ist“, so die Fraktion. Ein Neubau einer Kita im Stadtwesten würde zusätzliche die Verteilung der Standorte zwischen West und Ost auf 45 zu 55 Prozent bringen.

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Ebenfalls warte die CDU/FDP-Fraktion auf die Einführung eines neuen Erfassungssystems: „Die Hinauszögerung und Vertröstung seitens der Stadtverwaltung im Hinblick auf Einführung eines digitalen zentralen Vergabesystems für Kita-Plätze trägt nicht gerade zur Planungssicherheit bei.“

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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