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Friesoythe Welchen Bürger aus Friesoythe kann man durchaus berechtigt als eine große Persönlichkeit bezeichnen? Diese Frage stellt die NWZ derzeit und erhält darauf eine Menge Antworten. Heute werden zwei Menschen vorgestellt, die die Stadt auf ihre ganz besondere Art prägten beziehungsweise bis heute prägen.

Einer der beiden ist Heinrich Schulte. Er wurde am 13. November 1875 in Elisabethfehn geboren. Später sollte er maßgeblich die Friesoyther Schullandschaft prägen. Als 1909 die erste landwirtschaftliche Winterschule eröffnet wurde, war Schulte der erste Direktor dieser Einrichtung. Die Anfänge waren dabei alles andere als einfach. Unterrichtet wurde zunächst im Rathaus, später in einem Hotel in der Lange Straße. Erst ab November 1931 konnte die Schule in einen Neubau an der Thüler Straße ziehen. An diesem Standort befinden sich heute die Berufsbildenden Schulen. Fast 30 Jahre lang leitete Landwirtschaftsrat Heinrich Schulte diese Schule, ehe er 1938 von den Machthabern der NSDAP zwangsweise in den Ruhestand versetzt wurde. Die Zeit nach seinem Schuldienst nutzte der Friesoyther, um zahlreiche Bücher über seine Heimat und über das Saterland zu schreiben. Schulte starb am 17. März 1951 in Friesoythe.

Vorgeschlagen wurde er von Hermann-Gerd Roter aus Thüle. Seine Großmutter Katharina Roter war die Schwester von Heinrich Schulte. In der Familie werde das Andenken an Heinrich Schulte durch viele Erzählungen in Ehren gehalten, sagt Roter, „er wird für mich immer unvergessen bleiben“. Damit er auch anderen in Erinnerung bleibt, wurde in den Meeschen in Friesoythe eine Straße nach Heinrich Schulte benannt. Beigesetzt wurde er 1951 auf dem Friesoyther Friedhof auf der Grabstelle der Familie Roter.

Eine weitere Persönlichkeit ist zweifelsohne Werner Haselier. Er hat vor 50 Jahren gemeinsam mit seiner inzwischen vor einigen Jahren verstorbenen Frau Katharina Haselier den Motettenchor Friesoythe gegründet. Dieser Chor hat in den 31 Jahren unter seiner ehrenamtlichen Leitung fast alle bekannte Oratorien und zahlreiche Werke der A-Cappella Literatur einstudiert und aufgeführt. „Dadurch, dass das Ehepaar Haselier auch als Musiklehrer am Albertus-Magnus-Gymnasium tätig war, konnten mehrere hundert junge Menschen an diese Art der Chormusik herangeführt werden“, sagt Heinrich kleine Siemer, Musiklehrer am AMG und heutiger Leiter des Motettenchores.

Mit den zahlreichen Konzerten des Motettenchores Friesoythe habe Werner Haselier (87) nicht nur das kulturelle Leben in Friesoythe bereichert, sondern der Chor habe auch weit in das Umfeld ausgestrahlt, begründet kleine Siemer seinen Vorschlag. Nicht nur die inzwischen nicht mehr in Friesoythe wohnenden ehemaligen Chorsänger seien sehr dankbar dafür, durch Werner Haselier und seine Frau diese Art der Chormusik kennen- und liebengelernt zu haben.

Zudem hat Werner Haselier als Organist Orgelkonzerte in Friesoythe und in ganz Deutschland gegeben. Die Reihe der „Friesoyther Orgelkonzerte“ hat er über viele Jahre ehrenamtlich organisiert und dort auch selbst viele Konzerte gespielt.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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