Friesoythe Die Berufung eines Gemeindewahlleiters ist eigentlich eher eine Personalie, die geräuschlos vom Friesoyther Stadtrat durchgewunken wird. Nur diesmal nicht. Als dem Rat am Mittwochabend auf der Sitzung im Rathaus am Stadtpark seitens der Verwaltung vorgeschlagen wurde, Karsten Vahl als neuen Wahlleiter zu bestimmen, verweigerte die CDU/FDP-Fraktion geschlossen die Zustimmung. Warum? „Dazu werden wir uns nicht öffentlich äußern“, sagte CDU/FDP-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Krone.

Es ist aber zu vermuten, dass diese Entscheidung mit der Personalie Annegret Brunemund-Rumker zusammenhängt. Diese übernahm im Januar 2016 innerhalb der Stadtverwaltung die Leitung des Fachbereichs 2 (Ordnungs- und Leistungsverwaltung) und einher das Amt der Gemeindewahlleiterin. Doch vor einigen Monaten wurde sie von der Verwaltungsspitze von diesem Amt entbunden und mit der Schaffung einer Koordinierungsstelle für das Vergabe- und Förderwesen betraut. Stadtkämmerer Karsten Vahl übernahm das Amt des Fachbereichsleiters im November 2019 und sollte dementsprechend zum neuen Gemeindewahlleiter ernannt werden.

Da Personalangelegenheiten vertraulich behandelt werden, ist über die Beweggründe zur Absetzung Brunemund-Rumkers öffentlich nichts bekannt. Nach Informationen dieser Zeitung sollen Teile der CDU/FDP-Fraktion aber nicht damit einverstanden sein, wie mit der ehemaligen Fachbereichsleiterin umgegangen werde. Die Reaktion konnte man mit der Ablehnung eines neuen Gemeindewahlleiters beobachten.

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Die SPD stimmte für Vahl, und Fraktionsvorsitzende Renate Geuter zeigte sich erstaunt über das Votum von CDU/FDP. „Das müssen wir unbedingt schnell klären“, sagte sie und gab zu Bedenken, dass ja eventuell vorgezogene Bundestagswahlen ins Haus stünden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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