Betrifft: „Wie weiblich ist die Politik?“, NWZ vom 10. Oktober

Der Aussage von Frau Hackstedt (Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Garrel, Anm. d. Red.) muss ich widersprechen. Ihrer Logik zufolge könnte ja die Position der Gleichstellungsbeauftragten auch von einem Mann gleichwertig ausgefüllt werden, wenn er denn nur die Belange der Frauen „gut vertreten“ würde.

Mitnichten! Die Tatsache, dass die gewählten männlichen Ratsmitglieder die Belange der Frauen gut vertreten, ist natürlich an sich bemerkenswert – an dieser Stelle ein Dank an alle, den Frauen wohl gesinnten männlichen Ratsmitglieder! Aber sollten Frauen denn nur mitwirken, wenn sie nicht „gut vertreten“ werden?! Natürlich nicht!

Und selbstverständlich würde ein höherer Frauenanteil automatisch zu einer ausgewogeneren Politik führen – es sei denn, man spricht der Frau im Allgemeinen ab, sich für die Belange ihres Geschlechts sowie geschlechtsübergreifend zielführend und sinnvoll einzusetzen!

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Die Krux des Ganzen, und da gebe ich Frau Hackstedt vorbehaltlos Recht, ist der vorgeschaltete demokratische Prozess! Ich bin ein Verfechter der Demokratie und halte sie für die beste Staatsform – allerdings setzt eine Wahl voraus, dass es Kandidaten und – in diesem Fall extra erwähnt – Kandidatinnen gibt, die sich der Wahl stellen!

Deshalb kann der Appell einer Gleichstellungsbeauftragten (...) nur lauten: Frauen – traut euch! Lasst euch aufstellen! Scheut nicht den Vergleich mit euren männlichen Mitbürgern! Das Sich-Zufriedengeben mit den männlichen Vertretern, die uns Frauen „gut vertreten“, kann keine Option sein! Aber ändern können wir nur etwas, wenn wir bereit sind, uns zu engagieren!

Christina Bruns Garrel

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