Thüle „Das ist ein heikles Thema“, sagte CDU-Fraktionschef Achim Pleis auf der Ratssitzung am Mittwochabend im Gasthof Sieger in Thüle. Er bezog sich damit auf den Punkt 14 der Tagesordnung: Konzept für die Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt Friesoythe. „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt“, sagte Pleis mit Blick auf die noch immer unbekannte Zuweisungsquote. Eines wisse man aber sehr wohl: Man werde sich bei der Planung von Flüchtlingsunterkünften in Wohngebieten wie etwa dem Baugebiet Spiekerooger Straße in Frie-soythe – für kleine Wohneinheiten aussprechen. Konkret benannte Pleis Größenordnungen von maximal zwei Mal zwölf Personen in Doppelhäusern.

„Wir müssen aber auch für Quantität sorgen“, sagte Pleis. Daher seien auch größere Einheiten notwendig – die sollen allerdings nach Willen der CDU in Gewerbegebieten entstehen. Hier geht es um Flüchtlingsheime mit Platz für rund 80 Personen.

In einer Prioritätenliste, die auf der Ratssitzung mit Stimmen der gesamten CDU-Fraktion sowie des SPD-Ratsherrn Ludger Beelmann verabschiedet wurde, stellt sich die Situation somit wie folgt dar. An erster Stelle stehen die Erweiterung des Flüchtlingsheims am Pehmertanger Weg sowie ein neues Flüchtlingsheim an der Werner-von-Siemens-Straße in Friesoythe.

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An zweiter Stelle stehen Standorte für Flüchtlingsheime im Gewerbegebiet Pirgo in Altenoythe und im Gewerbegebiet Haferland in Gehlenberg. An dritter Stelle auf der Prioritätenliste steht der Standort Spiekerooger Straße mit der beschriebenen kleineren Wohneinheit.

Gänzlich von der Liste gestrichen wurden die Standorte hinter der Diskothek Extra an der Ledastraße sowie der Standort neben dem Aquaferrum an der Thüler Straße.

Die SPD-Fraktion hielt diese Prioritätenliste für „verquer“. Gerade das Ansinnen, größere Unterkünfte in Gewerbegebieten zu bauen, stieß auf heftige Kritik. „Das kann man nicht machen. Die Menschen müssen von Anfang an integriert werden, sonst schaffen wir durch die Ausgrenzung soziale Brennpunkte“, sagte SPD-Ratsherr Olaf Eilers. Er betonte, dass sich seine Fraktion den Standort neben dem Schwimmbad sehr wohl vorstellen könne.

Jetzt hat sich die Stadtverwaltung mit dem Konzept, das die Mehrheit im Rat fand, zu beschäftigen und muss prüfen, was in welcher Form zu realisieren ist.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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