Essen Die SPD Essen möchte das gemeindliche Kindergartenangebot erhöhen. Das ist das Ergebnis eines Informationsbesuchs im kommunalen Kindergarten „Regenbogen“. Ein entsprechender Antrag ist bereits beim Bürgermeister eingereicht.

Die SPD-Fraktion beantragt, in den zuständigen politischen Gremien der Gemeinde Essen Abstimmungsgespräche zu führen, um neue Kapazitäten für gemeindliche Kindergartenangebote finden zu können. Der Fraktionsvorsitzende Detlef Kolde äußert dazu: „Wir könnten uns dabei vorstellen und möchten diesen Ansatz mit in die erforderlichen Diskussionen tragen, dass die kommunale Einrichtung des Kindergartens Regenbogen aus Wirtschaftlichkeitsgründen mit einem Neu- oder Anbau am vorhandenen Standort ausgestaltet werden könnte, um so weitere Kindergartenplätze zu realisieren.“

Die letzten Diskussionen hätten aufgezeigt, dass weitere Räumlichkeiten benötigt würden, so Ratsmitglied Renate Biemann. „Wir müssen den Eltern innerhalb unserer Gemeinde verbesserte Möglichkeiten zur Vereinbarung von Familie und Beruf geben. In der Vergangenheit haben wir bereits bewiesen, dass wir eine familienfreundliche Kommune sind. Wir müssen uns aber auch das Ziel setzen, noch attraktiver zu werden und stets eine Fortentwicklung anzustreben. Dazu gehören gute Bildungseinrichtungen mit einer hohen Qualität und damit verknüpft eine ausreichende Anzahl von Kindergartenplätzen,“ begründet Biemann den Antrag.

Und Kolde ergänzt: „Daher sollten wir rechtzeitig in die Planung gehen, um langfristig und damit auch nachhaltig für eine ausreichende Versorgung mit Einrichtungen für Kinder im Kindergartenalter sorgen zu können. Dazu werden realistische Belegungszahlen über Kindergartenplätze in den kommenden Jahren der Gemeinde Essen benötigt. Wir benötigen eine Kindergartenbedarfsplanung.“

„Wir planen zukünftig riesige Neubaugebiete, leider auch mit sehr teuren Grundstücken – und dann können wir nicht einfach davon ausgehen, dass ein Elternteil zu Hause bleibt und die Kinder betreut. Der Bedarf wird steigen und Berufstätige in Neubaugebieten werden Kindergartenplätze, eine Ganztagsbetreuung einfordern. Daher müssen wir davon ausgehen, dass wir zusätzliche Einrichtungen benötigen. Natürlich können wir die gemeindliche Entwicklung nicht voraussagen, aber wir können prognostizieren, dass es mehr Wohnortzuzüge geben wird und der demografische Wandel auch in unserer Gemeinde nicht Halt macht“, merkt Dr. Sonja von Berg an.

Zur Stärkung der bisherigen Einrichtungen auf einem eng verzahnten Gebiet, dem sogenannten Kindercampus mit den Kinderkrippen, der Grundschule und der Turnhalle mit Schwimmbad, sieht die SPD den Standort am Kindergarten „Regenbogen“ als eine sehr geeignete Wahl an.

Daher erbittet die SPD für diesen Bereich baurechtliche Prüfungen, inwieweit die bisherigen Vorgaben des Bebauungsplanes und/oder sonstige Vorschriften die realistische Verwirklichung des Projekts bestimmen. Die Gemeinde benötige ein Raum- und Nutzungskonzept sowie konkrete Planungsphasen, um langfristig alle Kinder im Kindergarten unterbringen zu können. Die SPD-Fraktion will auf keinen Fall ein Provisorium schaffen, wie zum Beispiel eine Containerlösung. Sie sei nicht zielgerichtet und verschiebe nur die Probleme.

Zwecks einer zeitgerechten Planungs- und Umsetzungsphase eines Neu-/Anbaus am Kindergarten „Regenbogen“ oder an einem anderen Standort, kann sich die SPD auch die Einsetzung einer Arbeitsgruppe vorstellen.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.