Barßel Gleich zu fünf Einbruchsvorfällen ist es in der vergangenen Woche gekommen. Nun versuchten Unbekannte, zwei Opferstöcke in einer Kirche in der Lange Straße in Barßel in der Zeit von Montag, 10. Oktober, 10 Uhr, bis Montag, 17. Oktober, 15 Uhr, zu öffnen, gelangten jedoch nicht an die Beute. Hinweise nimmt die Polizei (Telefon 04491/93160) entgegen.

Stimmen werden nach einer größeren Polizeipräsenz in der Gemeinde Barßel laut. Offiziell ist Anfang des Jahres aus der Polizeistation Friesoythe ein Polizeikommissariat geworden, das aber bereits seit Oktober 2015 auch die Gemeinde Barßel mitbetreut.

Barßel werde polizeilich 24 Stunden versorgt, wie alle Ortschaften innerhalb des Landkreises, teilt Günter Schell, Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, auf NWZ -Nachfrage mit. „Von daher wird sich an der Aufbauorganisation nichts ändern.“

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Die Zahl der Straftaten sei rückläufig, auch wenn es manchmal sogenannte Spitzen gebe, wie nun kürzlich die Einbruchsvorfälle in Barßel. Solche Spitzen gebe es auch in anderen Ortschaften.

„Es gibt mehr Personal, mehr Präsenz als früher“, sagt Schell. Bei der Polizeistation in Barßel seien von 8 bis 16 Uhr vier Mitarbeiter vor Ort. Wenn die Bürger Sorgen und Nöte haben, stünden die Kollegen tagsüber zur Verfügung. Zudem sei der Einsatz- und Streifendienst aus Friesoythe in kurzer Zeit in Barßel.

Kleinere Delikte werden dann von Barßel aus bearbeitet. Dies sei eine bessere Organisationsordnung, die Bürger seien dadurch besser versorgt, so Schell. Es habe noch nicht eine Beschwerde von Bürgern gegeben, dass sie schlecht bedient wurden. Die Befürchtungen, dass die Streifen aus Friesoythe nicht nach Barßel fahren, seien unbegründet.

Ralf Lampen, CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender, Barßel, hat jedoch einen völlig anderen Blick auf die Situation. Er kritisiert die Zentralisierung und Zusammenlegung der Polizeistationen und sagt: „Das gefühlte Sicherheitsempfinden der Barßeler Bürger neigt sich Richtung Nullpunkt.“

Alles sei im Januar 2015 angefangen, mit dem Plan, in Friesoythe ein Kommissariat einzurichten, die Polizeistärke in Barßel von elf auf fünf Polizeibeamte zu reduzieren und den Friesoyther Standort mit Beamten rund um die Uhr zu besetzen. Aus der dauerhaften Besetzung in Friesoythe sei laut Lampen nichts geworden.

Dieser Standort stelle die Erreichbarkeit ab 20 Uhr auf Cloppenburg um. Mit der Umstrukturierung im Nordkreis sei die Gemeinde Barßel mit ihrer Randlage auf der Strecke geblieben. Sein Vorschlag: „Eine dauerhaft besetzte Polizeistation für das Erholungsgebiet Barßel-Saterland würde hier der Schritt in die richtige Richtung sein und den Bürgern mehr Sicherheitsgefühl vermitteln.“

Seit zwei Jahren macht sich Lampen für mehr Polizeipräsenz in der Gemeinde stark. Über 1000 Unterschriften sammelte er gegen die Zentralisierung und Zusammenlegung der Polizeistationen. „Sie werden nun ausgewertet und an den Präsidenten des Niedersächsischen Landtages übergeben“, sagt Lampen. „Ich hoffe, dass die noch rot-grün geführte Landesregierung hier den dringenden Bedarf der Handlung erkennt.“

Lampen glaube aber auch, dass es in anderen Gemeinden mit der Kriminalitätsrate nicht besser aussehe. Barßel sei aber die erste Gemeinde, die auf diese Problematik hinweise. „Ich bleibe am Ball und werde so lange bohren, bis das Brett durch ist“, sagt Lampen.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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