Emstek In der offenen Küche werden Muffins gebacken, im Tischkicker fliegt der kleine Fußball von links nach rechts, und auch auf dem Billardtisch bewegen sich die bunten Kugeln über den moosgrünen Tisch. Den ganzen Trubel überblickt Franziska Diekmann gemeinsam mit ihrer Kollegin Maria Vorwerk. Die 24-jährige Diekmann aus Garrel ist das neue Gesicht im Emsteker Jugendforum (Jufo) und hat als Leiterin die Nachfolge von Julian Blanke angetreten.

Blanke war seit Januar 2012 der Leiter des Jufos – allerdings nur mit einer halben Stelle. Er arbeitete darüber hinaus noch in der Kinder- und Jugendhilfe des Caritas Sozialwerks St. Elisabeth (CSW). Denn das Jufo wird von CSW und der Gemeinde in Kooperation betrieben. „Der Bedarf in der Jugendhilfe ist steigend, und Julian wollte sich gerne verändern“, erläuterte CSW-Bereichsleiter Klaus Karnbrock. Blanke hat diese Möglichkeit genutzt und arbeitet jetzt mit straffällig gewordenen Kindern und Jugendlichen beim CSW.

Diekmann studiert momentan noch an der Universität Vechta Sozial- und Erziehungswissenschaften, für sie ist die reduzierte Stundenzahl deswegen ideal. Genug zu tun hat das Duo Diekmann und Vorwerk allerdings allemal. Derzeit ist das neue Programm für den Junior-Treff in der Vorbereitung, außerdem wurden die Öffnungszeiten verlängert (siehe Kasten).

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„Hier ist eine Menge los, die Räumlichkeiten kann man sicherlich noch optimieren. Wir sind in der Jugendbetreuung in Emstek aber auf einem guten Weg“, sagte Bürgermeister Michael Fischer, der Diekmann zu ihrem Amtsantritt nun bei einem Pressetermin am Donnerstag mit „dem schönsten Blumenstrauß aus der Gemeinde“ begrüßte. Das Jufo sei als Ergänzung zu Vereinen und Verbänden gedacht, so Fischer. Der Jugendbereich solle weiter ausgebaut werden, erklärte der Bürgermeister und hofft auch auf neue Impulse von Diekmann.

Davon, dass in der Gemeinde Emstek die Jugendarbeit besonders gut läuft, berichtet Karnbrock. In anderen Gemeinden würde es – so lange alles in Ordnung sei – keine Jugendarbeit geben. Alarm würde es erst dann geben, wenn beispielsweise harte Drogen gefunden würden. In Emstek werde präventiv gearbeitet, so Karnbrock.

Wenig Schmierereien, wenig Vandalismus und nicht so viele Jugendliche, die im Gemeindegebiet „abhängen“ – das ist laut Erstem Gemeinderat Reiner kl. Holthaus auch ein Verdienst des Jufos. So sei Julian in der Vergangenheit immer auf die Problemfälle zugegangen und habe sich mit den Jugendlichen ausgetauscht, sagt kl. Holthaus. „Wir brauchen ein Ohr am Bürger, um bei Problemen früh genug eingreifen zu können“, so der Erste Gemeinderat.

Mal Bewerbungen schreiben oder über weiterführende Schulen informieren – das ist laut Maria Vorwerk neben dem Spaß und der Aktionen Alltag im Jufo. „Wenn es darüber hinaus noch Beratungsbedarf gibt, können wir direkt weiter in die Angebote des CSW vermitteln“, so Karnbrock. Franziska Diekmann freut sich auf ihre neue Arbeit und den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen. Im August ist sie mit dem Studium fertig. Einen Jugendtreff kennt sie aus ihrer Heimatgemeinde. „In Garrel lief das nicht so gut, deswegen war ich auf den Beginn in Emstek gespannt. Das Jufo ist gut besucht“, freut sich die 24-Jährige. Dass die Arbeit mit Menschen in Problemlage der Gemeinde wichtig ist und weiter ausgebaut werden soll, zeigt sich laut Bürgermeister Fischer am neuen Standort für das Familienbüro. Dieses ist Ansprechpartner bei Fragen und Problemen für alle Menschen und soll nun im ehemaligen OLB-Gebäude eine neue Adresse bekommen. „Der Bereich wird weiter ausgebaut – irgendwann kommt vielleicht auch die Arbeit mit den Senioren dazu, die derzeit von vielen Ehrenamtlichen aufgefangen wird“, so Fischer.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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