Löningen Im Herbst 1974 hat der damals 40-jährige Pater Beda zum ersten Mal in Löningen gepredigt. Heute, am 24. Dezember, feiert er im Kloster Bardel (Bad Bentheim) seinen 80. Geburtstag.

Damals referierte er auf Einladung des damaligen Vorsitzenden des Katholischen Bildungswerks Werner Horstmann bei „Stegemann“ und warb um Unterstützung bei den Altpapier- und Kleidersammlungen. Mit deren Erlös sollten Hilfsprojekte in Brasilien initiiert beziehungsweise unterstützt werden.

Es war vor allem der Ortsjugendring, der sich für die Entwicklungsarbeit engagierte. In Löningen schloss man sich unter der Regie von Rudolf Bögershausen und Willi Thien unverzüglich dem Aktionskreis Pater Beda an. Der damalige Pfarrer Josef Saalfeld sorgte mit dafür, dass sich diese Aktion auch auf die Nachbargemeinden ausdehnte. Im Laufe der Zeit schlossen sich der Ortsjugendring Lindern, die Pfarrgemeinde Molbergen und Essen, die Kolpinggruppe aus Lastrup, die Landjugenden aus Wachtum, Vinnen und Vrees und die KAB Löningen dem Aktionskreis an.

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Die 40-jährige Hilfe aus dem Südkreis hat schon einiges bewirkt: Insgesamt erzielte man durch 83 Sammelaktionen und das Spendenaufkommen einen Gesamterlös von mehr als einer Million Euro. Tausende Kinder und Jugendliche bekamen zumindest eine Mahlzeit täglich. Sie lernten Lesen und Schreiben, und eine Berufsausbildung gab es auch.

Mit dem Erlös finden ungezählte Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten Hilfe und Ausbildung. Allein im Projekt „Cidade da Crianca“ bei Salvador werden jährlich rund 1000 Kinder und Jugendliche betreut. Diese Einrichtung wurde sogar von einer Abordnung des DFB bei der Fußballweltmeisterschaft im Sommer besichtigt.

Bei seinem Einsatz in Brasilien hatten Beda und viele seiner Mitarbeiter bald erkannt, dass sie nicht für die Armen, sondern mit den Armen tätig werden müssen. In einer Feierstunde formulierte es die Leiterin eines Projekts so: „Pater Beda, du bist Bruder, Freund und Begleiter auf unserem Weg. Du bist immer bereit, uns zuzuhören und mit uns Lösungen zu suchen. Du glaubst an unsere Ideale und Fähigkeiten, machst uns Mut und zeigst uns, dass eine andere Welt möglich ist.“

Kirchliche Begegnungszentren, ein warmes Essen oder ein Platz zum Schlafen helfen den Straßenkindern, die unter gesellschaftlicher Ausgrenzung leiden. Sie machen ihre Situation erträglicher, aber sie schaffen keine grundlegende Änderung. Die Forderung der Kirche und vieler freiwilliger Helfern lautet: „Wer dem Leben der Straßenkinder eine andere Richtung geben will, muss die Gesellschaft verändern, in der sie leben.“

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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