Cloppenburg Die Cloppenburger Verwaltungsspitze ist nun als Trio aus Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese, seinem allgemeinem Vertreter Wigbert Grotjan und Stadträtin Petra Gerlach wieder komplett. Die Chemie stimmt nach eigenen Aussagen zwischen den Dreien, und die Zuständigkeiten sind den bisherigen Aufgaben und Erfahrungen nach aufgeteilt. „Es hat sich alles gut gefügt, wir sind ein schlagkräftiges, gutes Team“, erläutert Stadträtin Petra Gerlach beim Pressetermin am Montagnachmittag.

Gerlach hat ihre Stelle bereits wie berichtet am 15. Januar angetreten, Grotjan folgte dann zum 1. Juni. Gerlachs Position sei neu geschaffen worden, sagt Bürgermeister Wiese. „Cloppenburg wächst und damit wachsen auch die Aufgaben unserer Verwaltung. Da stieß die bisherige schlanke Verwaltungsspitze an ihre Grenzen“, so Wiese weiter. Um sich künftig besser aufstellen zu können, sei es nötig gewesen, eine dritte Stelle in der Verwaltungsspitze zu schaffen.

Grotjan folgte auf Andreas Krems, der bis 31. Dezember 2018 vom Stadtrat zur Nummer Zwei im Rathaus gewählt war. Nun, da das Trio komplett sei, habe man die Aufgaben unter sich aufgeteilt und gleichzeitig die Fachbereiche neu strukturiert, erläutert Wiese. Aus den bisherigen vier Fachbereichen werden nun fünf. Der bisherige Fachbereich 2 – Bürgerservice, Ordnung, Soziales, Bildung und Kultur – unter Leitung von Fachbereichsleiter Reinhard Riedel wird aufgeteilt.

„Die Bereiche Kindertagesstätten und Schulen sind eine große Herausforderung für uns durch den erhöhten Betreuungsbedarf. Wir mussten uns anders aufstellen, um uns den Herausforderungen stellen zu können“, erläutert der Bürgermeister. So werden die Aufgaben Kinderbetreuung, Schule, Soziales und Familie im neuen Fachbereich 5 zusammengefasst.

Riedel – der Ende des Jahres in den Ruhestand geht und dessen Stelle für eine Übergangszeit schon bald neu besetzt werden soll – ist bis zu seinem Ausscheiden aus dem Verwaltungsdienst weiterhin auch Fachbereichsleiter der Bereiche Bürgerservice, Ordnung und Kultur – sprich für das Bürgeramt, Ordnungsangelegenheiten, Standesamt, Kultur und Tourismus zuständig.

Einen Nachfolger muss das Trio bald für Fachbereichsleiter Hermann Asbree (Stadtplanung und Bauordnung) suchen, der im Oktober die Stadtverwaltung verlässt. Dieser Fachbereich 4 wird im neuen Zuschnitt der Zuständigkeiten dem Ersten Stadtrat Grotjan zugeordnet. Ebenso wie der Fachbereich „Hoch- und Tiefbau“, Rechtsangelegenheiten, die Kläranlage, das Soestebad und die Stadthalle. Gerlach verantwortet die Fachbereiche „Interner Service und Finanzen“ (unter anderem Personalwesen, Haushalt und Ausgaben, Stadtkasse), „Bürgerservice und Ordnung“ und „Familie, Bildung und Soziales“. Die Stadträtin und der Erste Stadtrat berichten aus den Fachbereichen direkt an den Bürgermeister.

„Die Festlegung der Bereiche haben wir daran orientiert, wo unsere bisherigen Schwerpunkte lagen. In Moormerland habe ich den Bereich ’Planen und Bauen’ geleitet und war auch für die Kläranlage zuständig“, sagt Grotjan, der in der 22 500 Einwohner zählenden Gemeinde im Landkreis Leer Erster Gemeinderat war.

Und auch Gerlach hat langjährige Erfahrungen in den ihr zugeteilten Bereichen: Sie war seit 1994 bei der Stadt Delmenhorst tätig, arbeitete dort unter anderem als Kämmerin, und hatte auch schon die Verantwortung über die Bereiche Ordnung und Soziales. Als einen für sie sehr arbeitsintensiven Bereich sieht die Stadträtin vor allem den Bereich Personal an. „Auch wir müssen uns dem Fachkräftemangel stellen. Wir müssen uns fragen, wie wir künftig aufgestellt sein wollen und wie wir uns organisieren“, so Gerlach. Dabei sei auch die Führungskultur ein wichtiges Thema.

Etwa 150 Mitarbeiter hat das Rathaus, dazu kommen noch etwa 100 Beschäftigte in den Kindertagesstätten, sagt Wiese. Auch hier sei es wichtig, als Arbeitgeber attraktiv zu sein und zu bleiben. Weitere wichtige Themen sind laut Wiese die Vielfalt der Cloppenburger Bevölkerung und Integration, die Digitalisierung, Themen wie das „Home Office“ im Rathaus und damit einhergehend auch der Datenschutz. Das Trio an der Verwaltungsspitze sieht der Zukunft nach der Umstrukturierung positiv entgegen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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