Cloppenburg Zwei Themen, die Cloppenburg schon lange beschäftigen, haben am Dienstag erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Kultur, Sport und Markt gestanden: die geplante Leichtathletikanlage in Galgenmoor sowie die künftige Gestaltung von Juni- und Mariä-Geburtsmarkt. Bereits seit Jahren würden die Besucherzahlen der beiden Volksfeste nachlassen, berichtete der Erste Stadtrat Andreas Krems. Aus diesem Grund sei die Verwaltung im vergangenen Jahr beauftragt worden, dem Ausschuss Vorschläge zur Attraktivitätssteigerung zu unterbreiten. In diesem Zusammenhang sei an diesem Abend Karl-Heinz Langenscheidt, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Ostfriesland, nach Cloppenburg gekommen.

Ausrichter gewinnen

Langenscheidt sollte das Modell einer vertraglich geregelten Ausrichtervereinbarung erläutern. Dabei bleibe die Stadt weiterhin Veranstalter der Volksfeste, setze jedoch einen Ausrichter ein, der sich um die Durchführung der Feste kümmere, so Krems. Das Modell wird in vergleichbarer Form im ostfriesischen Raum zwischen mehreren Kommunen und dem Verein reisender Schausteller Ostfriesland praktiziert.

Auf die Frage von Jan Oskar Höffmann (SPD), wie Langenscheidt plane, den rückläufigen Besucherzahlen entgegenzuwirken, sprach dieser davon, dass die Attraktivität der Märkte stimmen müsse. Er wolle, dass in Cloppenburg wieder die Post abgehe. In Ostfriesland habe man Besucher auf die Märkte gelockt, indem alle Marktbeschicker einer Happy Hour zugestimmt hätten, in denen alles zum halben Preis angeboten werde. „Damit haben wir gute Geschäfte gemacht“, erklärte Langenscheidt.

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„Alle Partner müssen sich einbringen“

Er betonte aber auch, dass sich bei einer Ausrichtervereinbarung alle Kooperationspartner einbringen müssten. Eingebunden werden solle vor allem der ortsansässige Schaustellerverband. An diesem Punkt setzte Gabi Heckmann (CDU) an, indem sie von den Schaustellern forderte, den Markt attraktiver zu gestalten. „Da muss was kommen“, forderte die Ratsfrau.

Vertreter des Schaustellervereins Cloppenburg-Vechta-Niedersachsen waren ebenfalls anwesend. Vorsitzender Adolf Wimmert (Cloppenburg) betonte, dass die Schausteller das Programm der Märkte selbst finanzierten. Im Falle einer Kooperation wünsche er sich eine finanzielle Beteiligung der Stadt, schlug aber vor, dass die Schausteller sich weiter um die Organisation kümmern, da sie oftmals günstigere Angebote erhalten würden.

In der nächsten Sitzung des Ausschusses sollen die Schausteller der Cloppenburger Märkte die Möglichkeiten erhalten, ihre Vorstellungen und Konzepte zur zukünftigen Ausrichtung von Juni- und Mariä-Geburtsmarkt vorzustellen.

Momentan noch ein Entwurf: Die Leichtathletikanlage vom Typ B, die in Galgenmoor entstehen soll BILD: Stadt Cloppenburg
Momentan noch ein Entwurf: Die Leichtathletikanlage vom Typ B, die in Galgenmoor entstehen soll BILD: Stadt Cloppenburg

Die Leichtathletikanlage in Galgenmoor

Die Leichtathletikanlage hat neben der 400-Meter-Laufbahn, die eine Rasenfläche mit Kugelstoß- und Speerwurfbereichen sowie ein Fußballfeld einschließt, eine Hoch-, eine Weit- sowie eine Stabhochsprunganlage. Außerdem sind ein Gerätehaus mit Unterstellbereich und ein Basketballfeld mit mobilen Korbanlagen geplant.

Anlagenentwurf steht

Konkretere Formen nimmt dagegen die Planung zur Errichtung einer Leichtathletikanlage vom Typ B im Cloppenburger Ortsteil Galgenmoor an (siehe Infokasten). Bauamtsleiter Armin Nöh stellte die aktuelle Entwurfsplanung vor. „Der Baubeginn ist für Juni vorgesehen. Die Bauzeit soll neun Monate betragen, so dass wir die Anlage im Sommer 2019 in Betrieb nehmen können“, führte Nöh weiter aus.

Große Zustimmung erhielt der Entwurf von den Ausschussmitgliedern. Olaf Vocks (CDU) sieht in dem Entwurf ein Sportzentrum verwirklicht, das dem Sport große Chancen bieten würde. Auch Jan Oskar Höffmann sprach von einer gelungenen Anlage. Er betonte, dass die Entscheidung, im Stadtteil Galgenmoor zu bauen, die richtige gewesen sei.

Zustimmung auch von Sportlern

Zustimmung gab es auch von Uwe Otte, Geschäftsführer des TV Cloppenburg. Er bestätigte, dass die Anlage in der präsentierten Form gut nutzbar sei, auch wenn die Kombination von Hochsprunganlage und Laufbahn parallele Wettbewerbe in diesen Bereichen ausschließen würde.

So sprachen sich die Ausschussmitglieder einstimmig dafür aus, die Baumaßnahme unter Berücksichtigung der Beratungsergebnisse zu realisieren.


     www.cloppenburg.de 
Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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