FRIESOYTHE FRIESOYTHE - Die Stadt verzichtet auf die Ausrichtung des Tages der Niedersachsen zum 700-jährigen Bestehen Friesoythes im Jahr 2008. Das bestätigte am Dienstag auf Anfrage der NWZ Bürgermeister Johann Wimberg. Als Grund für die Absage nannte er die ablehnende Haltung der SPD-Ratsfraktion.

Die CDU-Fraktion diskutierte zwar am Montag ebenfalls das Thema, fasste jedoch angesichts der SPD-Haltung keinen Beschluss mehr. Johann Wimberg: „Eine solche Veranstaltung ist nur zu organisieren, wenn sich die im Rat vertretenen politischen Parteien einig sind. Nach dem Vorpreschen der SPD hat sich das Thema für uns erledigt.“

Die Sozialdemokraten hatten – wie berichtet – wegen der schlechten Finanzlage der Stadt ihre Zustimmung zur Ausrichtung des Landesfestes verweigert. Die Stadt Friesoythe hätte als Veranstalter des Tages der Niedersachsen mit Gesamtkosten von rund 600 000 Euro rechnen müssen. Davon sollten mindestens 400 000 Euro durch Sponsoren aufgebracht werden, war die Planung der Stadtverwaltung.

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Wimberg bestätigte, dass er gemeinsam mit Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung bereits seit längerer Zeit die Bewerbung um den Tag der Niedersachsen vorbereitet habe. Am 25. Oktober 2006 hatte er die Vorsitzenden der beiden Ratsfraktionen von CDU und SPD sowie die damaligen stellvertretenden Bürgermeister Egon Kruse und Hanna Meemken zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen und sie über diese Planungen informiert. Anders als die CDU habe die SPD sein Angebot leider nicht angenommen, sich in der Fraktion aus erster Hand von ihm über das Projekt informieren zu lassen.

Die Ausrichtung des Tages der Niedersachsen wäre für die Verwaltung „ein Kraftakt“ gewesen, sagte Wimberg weiter. Er habe bei ersten Gesprächen mit möglichen Sponsoren allerdings positive Signale erhalten. Auch die Stadt Melle als diesjähriger Ausrichter habe zur Übernahme des Landesfestes 2008 geraten. Wimberg: „Die haben uns Mut gemacht, auch wenn ein finanzielles Risiko geblieben wäre.“ Das Fest hätte für Friesoythe und das Oldenburger Münsterland einen kräftigen Imagegewinn bringen können. Nun sei eine große Chance für Friesoythe vertan.

Wimberg wies Vorwürfe von SPD-Fraktionschefin Renate Geuter zurück, er habe die politischen Gremien der Stadt zu spät an Überlegungen und Planungen beteiligt. Wimberg zur NWZ: „Ich glaube nicht, dass bei einer frühzeitigeren Beratung ein besseres Ergebnis herausgekommen wäre. Wir haben da mit der SPD in der Vergangenheit keine guten Erfahrungen gemacht.“ Deshalb habe er das Thema auch aus dem Kommunalwahlkampf herausgehalten.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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