Friesoythe Die CDU dominiert seit Jahrzehnten den Friesoyther Stadtrat. Die SPD kann zwar hin und wieder kleine Achtungserfolge erzielen und manches Mal rückt auch ein unabhängiger Kandidat ins Gremium, doch die Christdemokraten bilden Wahl für Wahl eine stabile Mehrheit. Es stellt sich aber die spannende Frage, ob die CDU ihre Dominanz im Rat auch nach der nächsten Kommunalwahl im September 2016 behält. Denn es könnte sein, dass zwei Parteien die Mehrheitsverhältnisse ins Wanken bringen.

Da wäre zum einen die Alternative für Deutschland (AfD). „Wir wollen auf alle Fälle mit dabei sein und sind gerade dabei, Kandidaten zu gewinnen“, sagte Gerd von Garrel, stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Cloppenburg-Vechta, im NWZ -Gespräch. Der Friesoyther rechnet sich auch durchaus gute Chancen aus, in den Friesoyther Stadtrat zu ziehen. Denn man habe schon einige ernsthafte Interessenten an Bord. Von Garrel weiß aber auch: „Wir sind noch eine recht junge Partei und es wird eine große Herausforderung. Wir sind aber schon auf einem guten Weg.“

Politische Ambitionen hegt auch Bernhard Norenbrock aus Friesoythe. Als unabhängiger Bewerber trat er im vergangenen Jahr als Bürgermeisterkandidat der Stadt Friesoythe an. Zuvor war er Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Saterland. So könne er sich sehr gut vorstellen, auch in Friesoythe eine UWG ins Leben zu rufen. „Interesse und Lust habe ich auf jeden Fall“, sagte Norenbrock der NWZ. Zwei wichtige Faktoren würden ihm derzeit aber fehlen, um die Idee einer UWG seriös voranzutreiben: Zeit und genügend Mitstreiter. Politisch aktiv wolle Norenbrock auf jeden Fall bleiben. So sei es für ihn auch denkbar, sich der SPD anzuschließen.

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Auch wenn die Kommunalwahl noch über anderthalb Jahre auf sich Warten lässt, so ist hinter den Kulissen schon eine Menge Bewegung. Die CDU sieht das ganz entspannt. „Die Wahl ist für uns noch kein Thema“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Achim Pleis. Auch für Personalfragen sei es noch zu früh. Man werde sich aber rechtzeitig damit beschäftigen, versicherte der Edewechterdammer. „Nach der erfolgreichen Bürgermeisterwahl erhoffen wir uns natürlich neuen Schwung für die anstehende Kommunalwahl“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzende Renate Geuter. Aber auch ihre Partei habe sich noch nicht mit der Frage beschäftigt, welche Kandidaten sie ins Rennen schicken werden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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