Garrel Bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 geht ein unabhängiges Wählerbündnis „Bürger für Garrel“ (BfG) an den Start. In diesem Bündnis sind vor allem die vier Gemeinderatsmitglieder Arnold Hannöver, Jürgen Tabeling, Josef Berkemeyer und Professor Dr. Markus Kemper vertreten, die – wie berichtet – zunächst aus der Garreler CDU-Fraktion, später auch aus der Partei ausgetreten waren.

„Aufgrund des großen Zuspruchs aus der Garreler Bevölkerung“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Freitag, hätten sie sich zur Gründung eines Wählerbündnisses, „frei von allen Parteizwängen“, entschlossen. Weiterhin treten für die BfG bei der Wahl Landwirt Heinrich Behrens (Garrel), Vertriebsleiter Joachim Rolfes (Kaifort) sowie der Postbeamte Frank Ferneding (Falkenberg) an. Das Wählerbündnis BfG verzeichne zwar einen Mitgliederzuwachs, die Kandidatenfindung sei jedoch weiterhin offen und Interessierte herzlich willkommen, heißt es weiter.

„Unüberwindbare Differenzen“ hatten seinerzeit zur Abspaltung von der CDU geführt. Bei dem Austritt hatten sich die vier Ratsherren, die seither als „Christdemokraten Garrel“ (CDG) im Gemeinderat vertreten sind, für mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und freie Meinungsäußerung ausgesprochen. Kritik hatten die CDG an der Beteiligung der Gemeinde Garrel an der Kommunalen Netzbeteiligung Nordwest (KNN) mit zwei Millionen Euro geäußert, während gleichzeitig „große Bauprojekte der Schulen“ hinausgezögert würden und sogar die Erhöhung von Grund- und Gewerbesteuersätzen angedacht worden sei.

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Das Wählerbündnis hat auch schon Themen ausgemacht, mit dem es im Wahlkampf punkten möchte: mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in Ratsentscheidungen etwa. Ein weiteres Anliegen: Das Verkehrsaufkommen im Ortskern effektiver zu lenken, auch, indem für Lastwagen eine Umleitung eingerichtet wird. Weitere Themen sind die Schülerbeförderung und die Mittagsbetreuung, die optimiert werden müssten. Schulen und Kindergärten möchte die BfG unkompliziert und effektiv unterstützen und die aktuellen Grund- und Gewerbesteuersätze sollen auf dem derzeitigen Niveau eingefroren werden.

Angestrebt werde ferner eine „nachhaltige Wirtschaftspolitik“, um die Arbeitsplätze zu sichern und neue qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Das sei aber nur im Konsens mit der lokalen Landwirtschaft möglich, um den Flächendruck nicht weiter zu erhöhen. Hierzu sollten entsprechende Anreize für Unternehmen geboten werden, heißt es abschließend.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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