Molbergen Die CDU-Gemeinderatsmitlieder Nadja Kurz und Waldemar Boxhorn wollen zur Nachwahl für die CDU-Kandidatenliste anlässlich der Gemeinderatswahl am 11. September antreten. „Sie wollen damit zeigen, dass ihnen, ebenso wie dem bereits aufgestellten Kollegen Sergei Meier, die neue Heimat Molbergen viel bedeutet und deshalb auch deren Entwicklung sehr am Herzen liegt“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung des Heimatvereins der Deutschen aus Russland, dessen Vorsitzende Kurz ist.

Bei der CDU-Mitgliederversammlung am 25. Mai in Ermke hatte die Mehrheit der 123 anwesenden CDU-Mitglieder sowohl Boxhorn als auch Kurz die Kandidatur für den Gemeinderat verweigert. Mit 47 bzw. 48 Stimmen lagen sie jeweils deutlich unter der einfachen Mehrheit.

Hintergrund des Eklats ist die Haltung der beiden zur Gründung einer Pfingstlerschule, für die ein eigens gegründeter Verein derzeit in Cloppenburg nach geeigneten Räumen oder einem Grundstück sucht (die NWZ  berichtete). Sowohl Boxhorn, der die geplante Einrichtung als eine „allgemeine christliche Schule“ bezeichnete, als auch Kurz verteidigten das Vorhaben. Dies stößt in der Molberger CDU sauer auf, weil viele Parteimitglieder die Integrationsbemühungen grundsätzlich in Frage gestellt und eine „rote Linie“ überschritten sehen.

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Kurz und Boxhorn hatten bei den Kommunalwahlen 2011 mit jeweils 685 Stimmen die beiden besten Ergebnisse für die Molberger CDU geholt. Um dieses Wählerpotenzial unter den Aussiedlern nicht abzugeben, entschloss sich die Molberger CDU nach einigem Hin und Her, für Ende Juni Nachwahlen anzusetzen.

In ihrer Pressemitteilung vom Montag betonten Kurz und Boxhorn, dass sie mit ihrer Bereitschaft, sich zur Nachwahl zu stellen, „ihre Landsleute zum aktiven Teilnehmen an der Kommunalwahl gewinnen und Spaltungen verhindern“ wollten. Darüber hinaus sähen sie ihre politische Heimat am ehesten in der CDU.

Trotz des „unglücklichen Verlaufs des ersten Wahlgangs“ bleibe es für Kurz und Boxhorn „selbstverständlich, sich im Gemeinwesen zu engagieren und in die Kommunalpolitik einzubringen“. Außerdem wollten sie dazu beitragen, dass die aktuellen Meinungsverschiedenheiten in Sachen Bekenntnisschule nicht zu unversöhnlichen Konfrontationen führten und ihre Landsleute „mit Vertrauen an ihre kommunale Vertretung herangehen könnten“.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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